Im Dezember hatte die Gemeinde einen Sicherheitsdienst engagiert. - © Frank Jasper
Im Dezember hatte die Gemeinde einen Sicherheitsdienst engagiert. | © Frank Jasper

Steinhagen Asylbewerber bedroht Rathaus-Mitarbeiter - jetzt ist er untergetaucht

Mehrfach ist der abgelehnte Asylbewerber bereits als aggressiv aufgefallen - seine Identität ist weiterhin unklar

Steinhagen. Ein in Steinhagen bereits mehrfach als aggressiv aufgefallener Asylbewerber hält sich laut Aussage von Jan Focken, Pressesprecher des Kreises Gütersloh, zurzeit nicht mehr in der Gemeinde auf. Er sei untergetaucht, erklärte er. Der in Deutschland nur geduldete Mann hat seit Ende vergangenen Jahres für Ärger in der Gemeinde gesorgt. Der 26-Jährige war aggressiv geworden gegenüber Rathausmitarbeitern und in mehreren Situationen auch gegenüber Bürgern auf der Straße. Im Rathaus wurde sogar ein Sicherheitsdienst engagiert, um Übergriffe zu verhindern. Einer Lösung des Problems, was langfristig mit dem 26-Jährigen geschehen soll, sind die zuständigen Mitarbeiter der Behörden zwar noch nicht näher gekommen, doch zumindest für die Steinhagener Bürger und Rathausmitarbeiter scheint die Gefahr eines tätlichen Übergriffs vorübergehend gebannt. Wie Jan Focken erklärte, habe es den 26-Jährigen in der Vergangenheit immer wieder in größere Städte gezogen. So gehe man davon aus, dass dies auch diesmal der Fall sei. "Wir kennen seinen Aufenthaltsort nicht genau" „Der Mann ist untergetaucht. Wir kennen zurzeit seinen Aufenthaltsort nicht genau, er scheint sich aber nicht in Steinhagen aufzuhalten", sagte Focken. Eine weitergehende Überprüfung seiner Identität ist daher erst möglich, wenn der Mann wieder aufgegriffen wird. Da er Anspruch auf Asylbewerberleistungen hat, gehen die zuständigen Behörden davon aus, dass er wieder auftaucht, wenn er Geld braucht. Zur Fahndung ausgeschrieben ist er nicht, obwohl er für etliche Straftaten in Steinhagen verantwortlich zeichnet. So hat er in der Flüchtlingsunterkunft, in der er untergebracht ist, einen anderen Bewohner mit einer Schere verletzt. Außerdem hat er zwei Frauen angegriffen und beleidigt, nachdem sie ihn wegen wilden Urinierens angesprochen hatten. Darüber hinaus soll er einen Familienvater im Bürgerpark angegriffen haben. Entsprechende Gerichtsverfahren stehen noch aus. Woher kommt er eigentlich? Wenn der 26-Jährige aufgegriffen wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, seine Identität näher festzustellen. Da mittlerweile der Verdacht besteht, dass er aus Guinea kommt, würde er von der Ausländerbehörde bei der hiesigen Botschaft Guineas vorgeführt. Es gäbe aber auch die Möglichkeit, mit einer Sprachsoftware seine Aussprache zu analysieren. Erst wenn feststeht, aus welchem Land der Mann stammt, kann er dorthin abgeschoben werden.

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