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Die Handballer des TV Isselhorst um Teammanager Guido Marquardt wollen in der nächsten Saison in der Oberliga jubeln. - © Jens Dünhölter
Die Handballer des TV Isselhorst um Teammanager Guido Marquardt wollen in der nächsten Saison in der Oberliga jubeln. | © Jens Dünhölter

Gütersloh Handballer des TV Isselhorst entscheiden sich für Aufstieg in die Oberliga

Der Verbandsligist nimmt die unverhoffte Chance wahr. "Wir freuen uns alle auf die Herausforderung", sagt Teammanager Guido Marquardt. Ein Umzug für Top-Spiele nach Gütersloh ist bereits angedacht.

Uwe Kramme
25.05.2021 | Stand 25.05.2021, 18:51 Uhr

Gütersloh. Die Handballer des TV Isselhorst gehen in der Saison 2021/2022 in der Oberliga an den Start. „Wir freuen uns alle auf diese große Herausforderung", teilte Teammanager Guido Marquardt am Dienstag mit. Tags zuvor hatte der westfälische Verband den Verbandsligisten TVI zum Aufsteiger erklärt und eine Erklärungsfrist bis zum 30 Mai gesetzt.

Ausschlaggebend für die schnelle Zusage sei gewesen, dass alle Spieler die unverhoffte Beförderung in die vierthöchste Spielklasse als sportliche Chance sehen würden, die sie unbedingt wahrnehmen wollen. „Die Jungs sind schon richtig heiß, sich zu beweisen."

Für Guido Marquardt war das die „unabdingbare Voraussetzung", um den TVI für die Oberliga zu melden. Der Kader für die neue Saison sei schließlich unter ganz anderen Gesichtspunkten zusammengestellt worden. Tatsächlich sollte der neue Trainer Michael Jankowski die vielen jungen Spieler weiterentwickeln, um mittelfristig eine Mannschaft mit Oberligaambitionen aufbauen zu können. „Jetzt steht die Saison natürlich unter ganz anderen Vorzeichen", sagt Jankowski. „Jetzt treffen wir auf ganz andere Kaliber und werden sicherlich häufiger und vielleicht auch manchmal richtig hoch verlieren."

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Marquardt will Anschluss an die anderen Spitzenklubs im Kreis herstellen

Für Jankowski, der die Oberliga in Soest kennengelernt hat, ist es deshalb ungemein wichtig, dass der bisherige Kader mit Marvin Gregor, der nach einer beruflich bedingten Pause zurückgekehrt ist, und mit Simon Mayer, der aus Bissendorf Oberligaerfahrung mitbringt, an Kompaktheit und Athletik gewonnen hat.

„Was haben wir denn zu verlieren, wenn wir den Schritt in die Oberliga jetzt schon gehen?" Guido Marquardt, der seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren in der Landesliga nie ein Hehl daraus gemacht hat, mit dem TV Isselhorst den Anschluss an die anderen Spitzenklubs im Kreis herstellen zu wollen, beantwortete seine rhetorische Frage selber: „Gar nichts. Wenn es nicht zum Klassenerhalt reicht, dann ist das eben so. Aber ich traue unseren Jungs zu, dass sie sich auch in dieser anspruchsvollen Liga verbessern werden. Ganz sicher bin ich sogar, dass diese Mannschaft nicht auseinanderbrechen wird, wenn sich Misserfolge häufen."

"Ich habe schon die ersten Anrufe von Spielern bekommen"

Noch nicht im Detail besprochen werden konnte in der Kürze der Zeit, ob der TVI im organisatorisch-wirtschaftlichen Bereich etwas verändern muss. „Den ganz großen Unterschied zwischen der Verbandsliga und der Oberliga sehe ich erstmal nicht", so Marquardt. Im Hinterkopf hat der Teammanager indes schon die Option, für die Spiele gegen Harsewinkel, Loxten oder Bielefeld, bei denen der TVI dem zu erwartenden Zuschauerinteresse in seiner Halle nicht gerecht werden könne, in die Gütersloher City umzuziehen.

Für „möglich" hält es Marquardt („Wenn uns noch gute Spieler zulaufen sollten"), dass der TV Isselhorst seinen Kader noch einmal verstärkt. „Ich habe schon die ersten Anrufe von Spielern bekommen, die den TVI und vor allem die Oberliga interessant finden." Bereits vor dem Aufstieg hatten die Isselhorster Handballer den Start in die Vorbereitung auf Dienstag, 1. Juni, festgelegt. „Wir werden zunächst nur draußen trainieren können", bedauert Michael Jankowski. „Schnell wieder in die Halle zu dürfen, ist angesichts der Anforderungen, die uns in der Oberliga erwarten, jetzt noch wichtiger geworden."

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