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Der Ziegenbach: Die anhaltende Trockenheit hat hier ihre Spuren hinterlassen, so ist der Flusslauf stellenweise ausgetrocknet. - © Kreis Gütersloh
Der Ziegenbach: Die anhaltende Trockenheit hat hier ihre Spuren hinterlassen, so ist der Flusslauf stellenweise ausgetrocknet. | © Kreis Gütersloh

Gütersloh Viele Bäche im Kreis Gütersloh führen zu wenig Wasser

Vor sieben Wochen floss der Ziegenbach noch durch das Naturschutzgebiet Versmolder Bruch. Durch die Trockenheit ist der Wasserstand gesunken.

14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 17:17 Uhr

Gütersloh. Das Bild im Kreis Gütersloh ist weitestgehend einheitlich: Die Bäche und Flüsse führen derzeit zu wenig Wasser. Teilweise liegen die Pegelstände 80 Prozent unter dem Niedrigwasserpegel. Das führt dazu, dass Gewässer stellenweise auch ganz trockenfallen können. So ist es auch am Ziegenbach in Versmold. Noch vor sieben Wochen floss der Ziegenbach durch das Naturschutzgebiet Versmolder Bruch. Doch durch die anhaltende Trockenheit ist der Wasserstand sukzessive gesunken, so dass momentan kaum Wasser im Bachbett übriggeblieben ist. Sandra Szczypior öffnet die Schranke zum Naturschutzgebiet Versmolder Bruch. Sie ist die für die Gewässerunterhaltung zuständige Sachbearbeiterin bei der Stadt Versmold. Gemeinsam mit Karl Heinz Lakebrink und Ulrich Ruhe von der unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh begutachtet Szczypior den aktuellen Zustand des Gewässers. "Wir sind auf Niederschläge angewiesen" Der Wasserspiegel ist sehr niedrig, der Flusslauf stellenweise ausgetrocknet. „Wir sind auf Niederschläge angewiesen. Ohne Regen, kann sich der Bach nicht füllen", erklärt Ruhe. Das führte bereits bei der letztjährigen Trockenperiode dazu, dass viele Fische im Ziegenbach verendet sind. Entsprechend niedrig war der betroffene Fischbestand in diesem Jahr, da sich die Populationsdichte noch nicht regeneriert hatte. Auch in der Ems sind in diesem Jahr bereits Fische verendet. Allgemein gilt: Je geringer der Wasserstand eines Gewässers ist, desto höher steigt die Wassertemperatur. In so einer Situation kann es im schlimmsten Fall zu einem Sauerstoffmangel im Gewässer kommen, der das Absterben von Flora und Fauna bewirkt. Doch die momentan relativ kühlen und windigen Nächte gleichen die Hitze aus und sorgen dafür, dass der Sauerstoffgehalt konstant bleibt. Auch die leichten Regenfälle der vergangenen Tage helfen dabei die Situation zu verbessern. Bürger sollen ihre Beobachtungen mitteilen Dennoch kann derzeit keineswegs Entwarnung für die Gewässer gegeben werden. Alle Bürger, die auffällige Veränderungen an Gewässern bemerken, können diese bei der Kreisleitstelle melden (05241- 504450). Von dort aus werden die zuständigen Behörden, wie zum Beispiel die Feuerwehr oder die untere Wasserbehörde, informiert, um notwendige Maßnahmen einzuleiten. „Den Niederschlag können wir leider nicht aktiv beeinflussen, dennoch haben wir ein gut funktionierendes Netzwerk für den Notfall aufgebaut", versichert Ruhe.

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