0
Symbolfoto. - © Wolfgang Rudolf
Symbolfoto. | © Wolfgang Rudolf

Gütersloh/Paderborn Mastholter Todesfall: Angehörige des Paderborners wollen genauere Obduktion

Ein Anwalt hat Zweifel an der Polizeiversion

Benedikt Schülter
25.07.2018 | Stand 25.07.2018, 10:47 Uhr

Gütersloh/Paderborn. Der Fall um den Tod des Paderborners Pawel Iljenkobleibt mysteriös. Jetzt hat der Hamburger Anwalt Alexander Kin, der die Angehörigen des Toten vertritt, bei der Bielefelder Staatsanwaltschaft eine wissenschaftliche Sektion beantragt. Das bedeutet, dass eine tiefergehende Obduktion des Leichnams vorgenommen werden soll, wenn diese bislang noch nicht stattgefunden hat. Da dem Verteidiger und den Angehörigen bisher noch keine weiteren Informationen der Ermittler vorliegen, ist dies wohl eine Vorsichtsmaßnahme. Für eine weitere Untersuchung des Toten wäre dann wohl eine Exhumierung notwendig. Davon hält der ermittelnde Staatsanwalt Veit Walter (39) nicht viel: "Darin sehe ich keine Notwenigkeit", sagt er auf NW-Anfrage. Zu weiteren Fragen will sich der Strafverfolger nicht äußern. Auch weiterhin nicht zu Details des Falls. Dabei bleibt der Verlauf der tragischen Ereignisse immer noch unklar. Ob sich das Ergebnis der ersten Pressemitteilung der ermittelnden Bielefelder Polizei, Pawel Iljenko sei nicht aufgrund "äußerer todeswürdiger Verletzungen" gestorben, so weiterhin halten kann, bleibt unklar. Ein erfahrener Strafverteidiger, dem die Bilder des Leichnams vorliegen, hat Zweifel an der Version der Polizei. Zumindest Eines stünde fest: "Dass die Verletzungen am Kopf durch eine massive Gewalteinwirkung kommen, kann ja jeder Laie sehen", sagt der Jurist gegenüber der NW.

realisiert durch evolver group