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Schuldig: Der Angeklagte Jens S. wurde vom Bielefelder Landgericht zu 13 Jahren Haft verurteilt. - © Patrick Menzel
Schuldig: Der Angeklagte Jens S. wurde vom Bielefelder Landgericht zu 13 Jahren Haft verurteilt. | © Patrick Menzel

Gütersloh Doppelmord von Gütersloh: Gericht sieht im Täter nicht den Drahtzieher

Im Revisionsprozess um den Tod eines Geschwisterpaares ist der Angeklagte wegen zweifachen Totschlags zu 13 Jahren Haft verurteilt worden

Patrick Menzel
02.02.2016 | Stand 22.06.2022, 11:40 Uhr |

Gütersloh. Ein erleichtertes Aufatmen geht durch Saal 1 des Bielefelder Landgerichts, als Wolfgang Korte sein Mikrofon einschaltet und geradeaus ins stehende Publikum die beiden Schlagworte sagt: Totschlag und schuldig. Der Vorsitzende Richter hat keinen Zweifel daran, dass Jens S. (30) die Geschwister Helgard G. (74) und Hartmut S. (77) an Heiligabend 2013 in ihrem Haus am Stadtpark mit insgesamt 21 Messerstichen in alle lebenswichtigen Organe tötete. Er soll für 13 Jahre ins Gefängnis. Doch der Fall bleibt umstritten.