Neben den Zeugnissen und Urkunden gaben die Frauen, die aus Angst vor Anfeindungen und Druck am Arbeitsplatz anonym bleiben wollen, auch einen offenen Brief am Rathaus ab. - © Peter Unger
Neben den Zeugnissen und Urkunden gaben die Frauen, die aus Angst vor Anfeindungen und Druck am Arbeitsplatz anonym bleiben wollen, auch einen offenen Brief am Rathaus ab. | © Peter Unger

NW Plus Logo Bielefeld Klinik-Mitarbeiter protestieren in Bielefeld gegen die Impfpflicht

Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich wollen mit geschwärzten Urkunden und Dokumenten ein Zeichen setzen. Sie befürchten im ärgsten Fall die Kündigung.

Eike J. Horstmann

Bielefeld. Sie organisieren sich über eine Telegram-Gruppe, wettern gegen die Impfpflicht und warnen in ihrem offenen Brief vor einer Spaltung der Gesellschaft. Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deshalb – distanzieren sich die sieben Frauen bei ihrer Protestaktion am Bielefelder Rathaus mit aller Deutlichkeit von Querdenkern, Corona-Leugnern und gewaltbereiten Spaziergängern. Ein Zeichen wollen sie setzen. Und dafür wollten die Mitarbeiterinnen von Gesundheitseinrichtungen aus Bielefeld und Umgebung Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) einen gut gefüllten Umschlag überreichen. Darin enthalten: Rund 100 Fotokopien von Urkunden, Zeugnisse und Bescheinigungen über Ausbildungen im medizinischen Bereich – allesamt geschwärzt, anonymisiert und mit Statements wie „Impfen? Ohne mich!“ versehen.

Ursprung der Gruppe im Klinikum Bielefeld

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