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Am Kesselbrink hat es einen tödlichen Unfall gegeben. Ein Mann ist aus einer oberen Etage des Telekom-Hochhauses gestürzt. - © Sarah Jonek
Am Kesselbrink hat es einen tödlichen Unfall gegeben. Ein Mann ist aus einer oberen Etage des Telekom-Hochhauses gestürzt. | © Sarah Jonek

Bielefeld Tödlicher Unfall am Bielefelder Kesselbrink: Mann stürzt aus Telekom-Hochhaus

Susanne Lahr
11.09.2019 | Stand 12.09.2019, 09:13 Uhr |
Dennis Rother

Bielefeld. Wegen eines tödlichen Unfalls ermittelt die Polizei im und am Telekom-Hochhaus. Nach bisherigen Erkenntnissen der Beamten stürzte am Mittwoch um kurz vor 11 Uhr ein Mann aus einem Fenster in einem der oberen Stockwerke in den durch einen Bauzaun abgesperrten Bereich am Kesselbrink. "Es handelt sich mutmaßlich um einen Arbeitsunfall", so Polizeisprecherin Hella Christoph nach Rücksprache mit den Ermittlern vor Ort. Nähere Angaben zur Identität des Toten gab es zunächst nicht. Das 78 Meter hohe markante Gebäude im Bielefelder Zentrum wird seit August saniert und zum reinen Bürogebäude umgebaut. Widersprüchliche Aussagen zum Hergang - Spurensicherung vor Ort Zum Hergang des vermeintlichen Unfalls gebe es widersprüchliche Aussagen - beispielsweise ob es der 13. oder 17. Stock war, aus dem der Mann gefallen ist. Zeugen müssten noch befragt werden. Im 17. Stock werden aktuell Arbeiten an Zwischendecken durchgeführt. Beamte der Spurensicherung übernahmen vor Ort die Unfallrekonstruktion. Ein Kesselbrink-Besucher glaubt, einen "hellgrauen Schatten" aus dem 13. Stock fallen gesehen zu haben. Mehrere Zeugen sagen einhellig, dann einen lauten Aufprall gehört zu haben. Allerdings waren sie zunächst der Meinung, auf der Baustelle sei Abfall aus einem Fenster in Bauschuttmulden am Fuße des Gebäudes geworfen worden. Obduktion angeordnet Dass nur wenige Minuten später Polizei und Rettungswagen aufgefahren seien, habe klargemacht, dass etwas anderes passiert sein musste. Neben Kriminalpolizei-Einsatzkräften trafen wenig später auch Mitarbeiter der Notfallseelsorge für die Betreuung der Augenzeugen sowie Experten des Dezernats für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Detmold vor Ort ein. Der zuständige Staatsanwalt Veit Walter hat mittlerweile die Obduktion des Toten angeordnet. Diese soll am Donnerstag erfolgen. Walter erklärte zudem, dass es erste Aussagen des Unternehmens gibt, wonach es sich bei dem Toten um einen polnischen Bauarbeiter handeln soll. Bestätigt sei dies aber noch nicht. "Unsere Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen."

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