0
Zeigen Kindern, was dahinter steckt: Sebastian Gaus, leitender Arzt der Notaufnahme des Kinderzentrums, und Anna Kathrein Seeger, Pflegerische Klinikleitung, freuen sich auf die Teddyklinik beim Wackelpeter. Mit dem kleinen Tiger, der sich im Bild versteckt hat, und dem Ohr im Hintergrund hat es noch etwas besonderes auf sich. - © Ivonne Michel
Zeigen Kindern, was dahinter steckt: Sebastian Gaus, leitender Arzt der Notaufnahme des Kinderzentrums, und Anna Kathrein Seeger, Pflegerische Klinikleitung, freuen sich auf die Teddyklinik beim Wackelpeter. Mit dem kleinen Tiger, der sich im Bild versteckt hat, und dem Ohr im Hintergrund hat es noch etwas besonderes auf sich. | © Ivonne Michel

Bielefeld Teddyklinik und Brüll-Wettbewerb: "Wackelpeter" lockt mit ausgefallenen Aktionen

Erstmals sind Ärzte und Pflegekräfte der Notaufnahme des Kinderzentrums des Klinikums Bethel auf dem großen Kinderkulturfest mit zwei tierischen Aktionen dabei - und freuen sich riesig darauf. Name für neues Maskottchen gesucht

Ivonne Michel
14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 17:31 Uhr

Bielefeld.  Auf dem Wackelpeter können Kinder zu Fachärzten werden: zumindest für ihre Teddys und Kuscheltiere. Direkt gegenüber der Hauptbühne auf der Mitte des Platzes baut das Klinikum Bethel als neuer Partner des Festes eine Teddyklinik auf. Und auch ein besonderer Brüll-Wettbewerb steht auf dem Programm. "Wir freuen uns alle schon ganz doll darauf", sagt Sebastian Gaus, leitender Arzt der Notaufnahme des Kinderzentrums. Zusammen mit Anna Kathrein Seeger, Pflegerische Klinikleiterin der Notaufnahme des Kinderzentrums, und vielen freiwilligen Kollegen zeigt er den jungen Besuchern, wie sie ihre Kuscheltiere je nach Bedarf und Beschwerden verarzten können. Gipsen, Verbände anlegen, Untersuchungen mit OP-Haube und Stethoskop: "Wir wollen den Kindern spielerisch Unbehagen und Angst nehmen", sagt Gaus. Und zeigen, dass hinter jedem Mundschutz und Kittel eben auch ein Mensch steckt. Brüllen wie ein Tiger Gerade jetzt, wo sich ganz viel am Kinderzentrum tut (die NW berichtete mehrfach), freue sich das Team, beim Wackelpeter mit dabei sein zu können. Neben "Dr. Teddy", dem weißen Klinik-Kuschelbären im XXL-Format, ist ein neuer tierischer Kollege am Stand des Klinikums Bethel mit dabei: Ein Tiger, das neue Maskottchen des Kinderzentrums. Für ihn wird gerade noch ein Name gesucht. Die Patienten des Kinderzentrums haben dafür Vorschläge gesammelt. "Am 20. und 21. August kann man auf unserer Homepage unter evkb.de/tiger und auf Facebook und Instagram unter #betheltiger abstimmen, wie er heißen soll", sagt Sandra Gruß aus der Unternehmenskommunikation des Klinikums. Popkonzert auf der Bühne Ob die Kinder auch brüllen können wie Tiger, will das Team des Kinderzentrums wissen. Und veranstaltet beim Wackelpeter einen Brüll-Wettbewerb. Als Jury fungiert ein besonderes Ohr, das das Team aus der Klinik mitbringt. Das Gerät, das die Lautstärke in der Umgebung misst, wird an unterschiedlichen Stellen im Haus eingesetzt und soll für den Geräuschpegel sensibilisieren, unter anderem auch auf der Neugeboren-Intensivstation. Leuchtet es grün, ist alles im grünen Bereich. Rot bedeutet, definitiv zu laut. Am Wackelpeter hingegen ist Rot gern gesehen, denn dort ist kräftiges Brüllen gefragt. Für alle Teilnehmer gibt's eine kleine Belohnung. Auch die inklusive Bethelband „Oder so!" ist beim Wackelpeter mit dabei. Die Musiker, die zum Bethel-Jubiläum mit Annette Humpe den erfolgreichen Song „Taschen voll Gold" produziert haben, laden um 13.30 auf der Bühne in der Platzmitte zum Popkonzert für die ganze Familie ein. "Auch die Jungs von Randale sind unsere Freunde", ergänzt Sebastian Gaus. Die Kinderrockband, die mit "Randale im Krankenhaus" 2017 in Zusammenarbeit mit dem Kinderzentrum eine CD mit 17 Mutmachliedern produziert hat, hat um 11 Uhr ihren Auftritt bei Wackelpeter. Reparaturen in besonderr Klinik Das Klinikteam freut sich, wenn viele Kinder zur Untersuchung mit ihren Lieblingskuscheltieren vorbeikommen. Reparaturen, wie sie ein Puppendoktor macht, können sie aber nicht leisten. "Bei uns geht's darum, dass die Kinder einmal selbst in die Rolle des Arztes schlüpfen können", sagt Gaus. Auch Eltern stehen die Fachleute für Fragen rund ums Kinderzentrum zur Verfügung. "Bei uns gibt's viel Neues", sagt Seeger. So zeigen Monitore, sogenannte Dashboards, im Wartebereich der Notaufnahme des Kinderzentrums seit Kurzem an, an welcher Position im entsprechenden Fachbereich man sich befindet. "Man sieht sonst immer alle, die warten", sagt Seeger. So werde transparent, dass man aber beispielsweise beim Röntgen schon als Nächstes dran ist. Auch werden bei Bedarf Buzzer, wie man sie aus der Gastronomie kennt, ausgegeben. Sie geben ein Signal, wenn man an der Reihe ist. "So kann man sich während der Wartezeit im Haus bewegen und in die Cafeteria gehen", ergänzt Seeger.

realisiert durch evolver group