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100 Millionen Downloads in der ersten Woche: „Call of Duty Mobile" bricht alle Rekorde. - © Activision
100 Millionen Downloads in der ersten Woche: „Call of Duty Mobile" bricht alle Rekorde. | © Activision

Games “Call of Duty Mobile” im Test: Fanservice auf höchstem Niveau

Nachdem „Call of Duty Mobile“ schon seit etwas mehr als einem Monat verfügbar ist, war genug Zeit, um den kostenlosen Ableger der Reihe auf Android und iOS zu testen. Überzeugt das Release?

Andrea Mihaljevic Andrea Mihaljevic
10.11.2019 | Stand 10.11.2019, 10:37 Uhr
Marcel Daube Marcel Daube

Auch wenn wir zum Release skeptisch waren, hat uns das Spiel schnell vom Gegenteil überzeugt. Hier nun also einmal zusammengefasst, was alles möglich ist und was wir davon halten.

Der Mehrspieler - das Beste vom Besten

Wir bekommen hier einen klassischen Multiplayer geboten, der die besten Waffen und Maps aus „Modern Warfare" (2007) und der „Black Ops"- Reihe in einem Spiel vereint.

„Crash", „Standoff", „Raid", „Firing Range" und „Nuketown" zählen dabei zu unseren Lieblingsmaps, es gibt aber auch noch weitere zur Auswahl.

Die Standard-Spielmodi „Herrschaft", „Team-Death-Match", „Suchen und Zerstören" und „Waffenspiel" sind, wie in den Vorgängern, auch hier vertreten. Als Neuerung wurden aber auch „Üben gegen die KI" und der Modus „Front", welcher aber nur ein Team-Death-Match mit festen Spawns ist, hinzugefügt. Damit wir bei Zweiterem nicht schon direkt nach dem Spawnen getötet werden, erhalten wir einen etwa fünf Sekunden lang anhaltenden Spawnschutz, der aber auch bei Hardcore-Spawntrappern keine Hilfe darstellt. Dieser Spielmodus braucht entweder einen längeren Schutz oder wechselnde Einstiegspunkte, um richtig zu funktionieren. Außerdem werden immer wieder neue Events gepatcht, die dazu animieren, neue Spielmodi oder Maps auszuprobieren und lieb zu gewinnen.

Wovon sich die großen Brüder der „Call of Duty" Reihe eine Scheibe abschneiden können, ist die Option, dass wir den Spielmodus und die Karte frei auswählen können.

Altes und Neues vereint in einem Spiel?

Was unsere Ausrüstung angeht, starten wir zu Beginn mit einer freigeschalteten Klasse und zwei Waffen. Alles weitere schalten wir nach und nach durch das Aufsteigen von Spielerstufen frei. Da wir aber nur gefühlt jeden zweiten Stufenaufstieg einen neuen Slot für unsere Klassen frei bekommen, kann das aber etwas länger dauern. Bis zum Maximal-Level 150 ist das aber wohl zu schaffen.

Die Waffen an sich erhalten wir entweder durch das Aufsteigen von Spielerstufen, bei Events oder durch In-App-Käufe (gegen Echtgeld) im Store. Aufsätze sind dabei leider nicht „All-Inclusive", denn jede Waffe lässt sich einzeln aufleveln. Das läuft entweder durch das aktive Spielen oder durch den Einsatz von sogenannten „Waffen-EP-Karten", die uns an jeder Ecke um den Kopf geworfen werden. Darüber hinaus können wir im Gegensatz zu den Vorgängern keine Tarnung mehr auf eine Waffe anwenden, sondern erhalten höchstens eine neue fertig-getarnte Waffe, die wir dann im Umkehrschluss wieder einzeln leveln müssen, um auch für diese Aufsätze freizuschalten. Wir „dürfen" also etwa die AK-47 nicht nur in „Standard", sondern zum Beispiel auch in „Rot" und „Bunt" auf Waffenstufe 10 spielen. Für ein kostenloses Mobile Game ist das jedoch verschmerzbar, dennoch finden wir die Vorgehensweise in der Hauptreihe deutlich besser.

Auf dem kleinen Bildschirm ist einiges los. Glücklicherweise sind uns die HUD Einblendungen dank Anpassungsmöglichkeiten nicht im Weg. - © Activision
Auf dem kleinen Bildschirm ist einiges los. Glücklicherweise sind uns die HUD Einblendungen dank Anpassungsmöglichkeiten nicht im Weg. | © Activision

Abgesehen von der Primärwaffe verfügen wir im Multiplayer auch über verschiedene „Punkteserien", „Extras" (besser bekannt als „Perks") und „Einsatzleiter-Fähigkeiten", welche allesamt etwas overpowert sind, dennoch aber zum Spielspaß beitragen. Die vorhandenen Punkteserien sind uns dabei zum größten Teil bekannt und die „Extras" auf drei verschiedene Kategorien aufgeteilt, sodass die Auswahl etwas erschwert wird. Als „Einsatzleiter-Fähigkeiten" sind Klassiker aus „Black Ops 2" wie die tragbare Minigun „Todbringer" und der Granatwerfer „Kriegsmaschine" mit dabei. Es gibt aber auch den Bogen „Sperber", ein Transformationsschild sowie das Elektrogeschoss „Sturm" und den Flammenwerfer „Reiniger" aus Black Ops 4. Wem all das noch nicht reicht, der möge einfach so viele Feinde niederstrecken, bis eine Atombombe fällt und alles Leben auslöscht.

Das Ziel ist einfach: Letzte/r Überlebende/r sein

Im Battle-Royale-Modus gehen wir mit 100 anderen Spielern, entweder als Einzelkämpfer oder im Zweier-, bzw. Vierersquad, an den Start.

Die Karte ist sehr weitläufig und dadurch auch etwas leer, abgesehen von eingefügten Maps wie „Radiation" oder „Shipment" bleiben uns nur wenige Orte im Kopf. Das Loot ist gut verteilt, und durch die einfache Verwaltung des Inventars behalten wir leicht den Überblick über unsere Ausrüstung. Die aus dem Vorgänger bekannten „Zombie-Zonen" gibt es auch wieder, wobei diese für etwas Abwechslung im manchmal etwas langweiligen Battle-Royale-Modus sorgen, gerade wenn man unerwartet angegriffen wird. Auch Fahrzeuge wie Boote, Quads, Truppentransporter und Helikopter lassen sich finden.

Vor Spielbeginn dürfen wir uns eine von sieben Klassen aussuchen, darunter sind unter anderem der Sanitäter, mit dem wir andere Spieler in einem kleinen Radius verarzten können, der Ninja, der sich mit einem Greifhaken von A nach B schwingen kann, oder auch der Clown, der zusätzliche Zombies spawnen lässt. Besonders als lokal zusammenspielender Squad, konnten wir die Klassen mit guter Absprache effizient einsetzen.

Wie üblich erfolgt der Spieleinstieg im Battle-Royal-Modus aus einem Flugzeug. Beim Überfliegen der Landschaft mit dem Fallschirm oder Wingsuit stechen uns namenhafte Orte ins Auge. In diesem Fall die aus „Black Ops" bekannte Map „Radiation". - © Activision
Wie üblich erfolgt der Spieleinstieg im Battle-Royal-Modus aus einem Flugzeug. Beim Überfliegen der Landschaft mit dem Fallschirm oder Wingsuit stechen uns namenhafte Orte ins Auge. In diesem Fall die aus „Black Ops" bekannte Map „Radiation". | © Activision

Fazit

„Call of Duty Mobile" vereint in unseren Augen das Beste der Reihe. Maps, Waffen, „Einsatzleiter-Fähigkeiten", „Punkteserien", „Extras" und optische Anpassungen sind recycelt und funktionieren einfach großartig. Das Movement ist wunderbar umgesetzt, und die Spielrunden laufen auch über mobile Daten überraschend rund. Selbst wenn es kurzzeitig mal nicht flüssig läuft, können wir uns mit einer intuitiven Steuerung auf Zweikämpfe einlassen.

In-App-Käufe sind zwar möglich, aber auf gar keinen Fall notwendig. Alles, was wir brauchen, können wir während des Spielens freischalten. Wer jedoch optisch mit Tarnungen für Waffen oder neuen Charakteren angeben möchte, muss in die Tasche greifen. Wir empfehlen das aber niemandem, da hier gerne mit Lootboxen gearbeitet wird. Eine grandiose Idee ist die Anpassung der HUD Einblendungen.

Ist uns die Minimap zu klein?

Kein Problem, einfach in den Einstellungen auf „eigene Belegung" klicken und schon lässt sich die Position oder Größe einzelner Buttons einstellen. Unserer Meinung nach ein sehr gut gelungenes Feature, das das Spiel auf mobilen Geräten um Längen verbessert.

Wir hätten niemals damit gerechnet, dass uns ein mobiler Ableger so fesseln könnte. Sowohl der Multiplayer als auch der Battle-Royal-Modus machen Spaß und stellen eine konkurrenzfähige Alternative zu den kostenpflichtigen Ablegern der Konsolen dar.

Call of Duty Mobile ist kostenlos erhältlich für iOS und Android und ist ab 16 Jahren freigegeben.

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