Arminias Trainer Jeff Saibene beim Spiel gegen Duisburg im September 2017, das Arminia 0:4 verlor. Am Samstag steht das Rückspiel an. - © Christian Weische
Arminias Trainer Jeff Saibene beim Spiel gegen Duisburg im September 2017, das Arminia 0:4 verlor. Am Samstag steht das Rückspiel an. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Für Arminia ist in Duisburg Wiedergutmachung angesagt

Beim 4:0-Hinspielsieg war der MSV ein Ärgernis für Saibene. Salger trainiert wieder

Jörg Fritz

Bielefeld. Am 9. September 2017 war Jeff Saibene so richtig sauer. Die 0:4-Heimniederlage am vierten Spieltag gegen den MSV Duisburg hatte der Trainer des DSC Arminia Bielefeld in dieser Art nicht erwartet. „Bis auf Torhüter Stefan Ortega hätte ich alle Spieler auswechseln können", lautete seine harte Kritik nach der höchsten Niederlage, die Saibene als Trainer der Bielefelder bisher kassiert hat. Schlechteste Laufleistung „Einige dachten, dass schon 80 Prozent Einsatzbereitschaft zum Sieg gegen Duisburg reichen würden", beschrieb Saibene die Fehleinschätzung seiner Spieler, die mit 112,74 Kilometern zudem die schlechteste Laufleistung in dieser Saison zeigten. Jetzt ist Wiedergutmachung angesagt. Am Samstag um 13 Uhr steht in Duisburg das Rückspiel beim Zweitligaaufsteiger an, der zu den großen Überraschungen in der laufenden Spielzeit gehört. Mit 33 Punkten und einer Tordifferenz von 32:30 belegen die „Zebras" Platz vier in der Tabelle und weisen nur drei Punkte Rückstand auf Relegationsrang drei auf, der von Holstein Kiel eingenommen wird. Die Tatsache, dass die Kieler seit acht Spielen ohne Sieg sind, lässt Duisburgs Trainer Ilia Gruev ungerührt. Träumereien von einem Bundesligaaufstieg sind ihm fremd. Gruev, wie Saibene auch ein Freund der leisen Töne, hält es wie sein Bielefelder Kollege und formuliert gebetsmühlenartig Woche für Woche die gleiche Zielsetzung. „ Jetzt fehlen uns nur noch sieben Zähler bis zur Marke von 40 Punkten, die zum Klassenerhalt reichen sollten." Bescheidene Heimbilanz des MSV Die Arminen benötigen noch zehn Zähler bis zur Erreichung ihres Ziels. Die Arbeit, die Gruev in Duisburg leistet, verdient höchste Anerkennung. Nach dem zehnten Spieltag haben die Duisburger nur ein Spiel (0:4 in Regensburg) verloren und in diesem Zeitraum sieben Siege und vier Unentschieden erkämpft. Allerdings, und dies ist die Hoffnung für die Ostwestfalen, haben die „Zebras" ein Problem, das fast alle Zweitligisten aufweisen. Der MSV hat mit 13 Punkten nur eine bescheidene Heimbilanz, da der Aufsteiger nur bedingt in der Lage ist, das Spiel im eigenen Stadion zu machen. Arminia hingegen ist mit 17 Punkten fünftbestes Auswärtsteam. Wiedersehen mit Daniel Davari Ein Wiedersehen gibt es für die Arminen mit Ex-Torhüter Daniel Davari, der in Duisburg allerdings im Schatten von Stammkeeper Mark Flekken steht. Zlatko Janjic, der von 2004 bis 2010 das Bielefelder Trikot trug, wird hingegen kein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub feiern. Der Stürmer hat seinen Vertrag beim MSV Duisburg aufgelöst und wechselt mit sofortiger Wirkung in die polnische Ekstraklasa zu Korona Kielce. Beim Training am Mittwoch wirkte nach überstandener Viruserkrankung wieder Stephan Salger mit, so dass Jeff Saibene auch im Abwehrbereich die Qual der Wahl hat. Zuletzt stand Salger am 16. Dezember 2017 bei der 2:3-Niederlage in Regensburg in der Startelf.

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