Bielefeld Diese grüne Dose soll als Lebensretter in Kühlschränken stehen

Noteinsätze: CDU will einen kleinen Behälter verbreiten auf denen Einwohner wichtige Daten über sich hinterlegen

Carsten Heil

Bielefeld. Sie kann Leben retten, Notärzten und Rettungssanitätern wichtige Infos über Patienten geben und sollte in jedem Kühlschrank stehen: die grüne Dose. Deshalb bringt die CDU-Fraktion im Rat einen Antrag ein, der die Stadtverwaltung auffordert, die Verteilung der Dose in der Stadt voranzutreiben. "Die grüne Dose gehört in jeden Haushalt", sagt Unions-Fraktionschef Ralf Nettelstroth. Und was hat es mit dem Ding auf sich? Es handelt sich um eine zehn Zentimeter hohe Notfalldose, in der ein zusammengefalteter Infobogen liegt. Darauf sollte jeder Einwohner wichtige Daten über sich vermerken: Welche Medikamente er einnimmt, welche Vorerkrankungen er hatte, wer im Notfall zu benachrichtigen ist, wo die Patientenverfügung liegt. Natürlich gehören auch der eigene Name und der behandelnde Hausarzt dazu. Schließlich können noch Personen angegeben werden, die im Notfall informiert werden sollten. "Oft alarmieren Nachbarn die Rettungkräfte, können über hilflose Personen aber nichts Genaues sagen" Der Seniorenrat der Stadt setzt sich schon seit einiger Zeit gemeinsam mit der BKK Dürkopp-Adler dafür ein, dass die Dose möglichst weite Verbreitung findet. Sie sollte im Kühlschrank stehen, worauf ein kleiner grüner Aufkleber hinweist. Die Rettungsdienste und Notärzte würden darüber informiert, das ein Blick in den Kühlschrank wichtige Infos bringt. Denn in der Hektik des Notfalles haben auch nahe Angehörige nicht alle Infos parat, wie der Vorsitzende des Seniorenrates Wolfgang Aubke auf Anfrage sagt. In Bonn klappe das schon ganz hervorragend hat Detlef Werner erfahren. Der Fraktionsgeschäftsführer der CDU: "Oft alarmieren Nachbarn die Rettungskräfte, können über die hilflose Person aber nichts Genaues sagen." Die Bielefelder Rettungssanitäterin Stefanie Gayermann kennt die Dose zwar noch nicht. Die Praktikerin hält das System jedoch für eine hilfreiche, gute Idee. Nun solle nach den Vorstellungen der CDU die Stadt über alle ihre Kanäle zur Verbreitung beitragen. Mediziner Wolfgang Aubke freut sich, dass Bewegung in seine Initiative kommt.

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