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Braunes Packpapier gehört zu den reinen Papieren – und kann recycelt werden. - © istock
Braunes Packpapier gehört zu den reinen Papieren – und kann recycelt werden. | © istock

Umwelt So werden Geschenke nachhaltig verpackt

Alle Jahre wieder produzieren wir zu Weihnachten viel Abfall. Doch mit diesen Zero-Waste-Tipps lässt sich Papier- oder Plastikmüll bei der Bescherung reduzieren.

Julia Fahl
01.12.2019 | Stand 25.11.2019, 12:13 Uhr

Bielefeld. Weihnachten ist die Zeit des Schenkens. Zu keinem Zeitpunkt im Jahr wird mehr verpackt, eingetütet und dekoriert, um es schließlich einem lieben Menschen zu überreichen. Das hat Folgen. Nach Schätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) steigt das Abfallvolumen zum Weihnachtsfest um bis zu 20 Prozent an, vor allem aufgrund von Geschenkverpackungen. Rollenweise kaufen wir weihnachtlich bedrucktes Geschenkpapier, hüllen darin sorgfältig die Präsente für unsere Lieben ein, nur damit die Verpackungskunstwerke dann – mit einem schnellen Ritsch und einem Ratsch – schnell wieder zerstört werden. So landen schon kurz nach der Bescherung Papiere, Folien und Geschenkeanhänger direkt wieder im Müll und sorgen jedes Jahr für riesige Abfallberge. Würde jeder Bundesbürger zu Weihnachten im Durchschnitt 100 Gramm Geschenkpapier verwenden, kämen rund 8.000 Tonnen zusammen, sie würden nebeneinander ausgebreitet eine Fläche von 7.000 Fußballfeldern ergeben. Doch es geht auch umweltfreundlicher und nachhaltiger: Indem wir Verpackungen vermeiden, sie wiederverwenden oder beim Einwickeln auf den Einsatz von Recyclingmaterialien achten. Die beste Alternative: gar nicht verpacken Klar, Geschenke auspacken macht Spaß. Und sind sie erst einmal hübsch eingewickelt, steigert das die Spannung vor der Bescherung um einiges. Aber Geschenkpapier vermeiden schont die Umwelt eben am meisten, sagt die DUH. Und eigentlich spricht auch nichts dagegen, das Buch, das Gesellschaftsspiel oder den Pullover einfach mal nicht in Papier zu hüllen, sondern nur mit einer Stoffschleife zu verzieren. Die Freude über das Präsent wird – Verpackung hin oder her – trotzdem groß sein. Wenn doch Papier, sind dies gute Alternativen Wenn es doch eine Verpackung sein soll, kann braunes Packpapier das Geschenkpapier von der Rolle ersetzen. Das Schöne: Es kann ganz individuell weihnachtlich bemalt werden oder mit farbigen Bindfäden und grünen Zweigen aufgewertet werden. Außerdem gehört es zu den reinen Papieren und kann im Gegensatz zu folienbeschichtetem Papier nach seiner Nutzung problemlos in der Altpapiertonne entsorgt und recycelt werden. Aber auch in alten Straßenkarten, Zeitungsseiten, Kalenderblättern, hübschen Tapetenresten oder farbigen Geschirrtüchern lassen sich Geschenke einwickeln – und sind ein echter Hingucker unter dem Weihnachtsbaum. Siegel "Der blaue Engel" hilft weiter Geschenkverpackungen wie Schachteln, Boxen und Tüten sind nicht nur einmal schön. Wer sie aufbewahrt, kann sie zum nächsten Weihnachtsfest noch einmal nutzen. Beim Griff zum Geschenkpapier von der Rolle sollte man auf das Siegel „Der blaue Engel" achten, rät die DUH. Dieses gekennzeichnete Papier garantiere einen hohen Anteil an Recyclingmaterial. „Weil die Herstellung von Papierfasern besonders viel Energie, Wasser und Holz verbraucht, trägt der Einsatz von Recyclingmaterial in besonderem Maße zum Schutz des Klimas und der Umwelt bei." Auch im Glas lässt sich einiges verschenken Auch in alten (Einmach)Gläsern lässt sich einiges verpacken: zum Beispiel selbst gebackene Weihnachtskekse oder die geschichteten Zutaten für eine Brot- oder Kuchenbackmischung. Oder man verwandelt das Glas direkt in einen wesentlichen Bestandteil eines Geschenks, indem man daraus mit Dekoelementen, kleinen Tannenzweigen, Zapfen und einer Kerze ein winterliches Windlicht zaubert.

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