Der Paderborner Babacar Gueye bewzingt den Duisburger Torwart Felix Wiedwald und trifft zum 2:0. - © Wilfried Hiegemann
Der Paderborner Babacar Gueye bewzingt den Duisburger Torwart Felix Wiedwald und trifft zum 2:0. | © Wilfried Hiegemann

SC Paderborn SC Paderborn siegt deutlich mit 4:0 gegen den MSV Duisburg

Der SCP rückt mit dem Heimsieg als Tabellenvierter bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran


Paderborn. Einen Zweitliga-Vereinsrekord hat der SC Paderborn schon jetzt in der Tasche. Beim 4:0 (2:0)-Heimsieg gegen den MSV Duisburg schoss der Aufsteiger am Samstag seine Saisontore Nummer 63 bis 66. Der alte Rekord datierte aus der Spielzeit 2013/2014, als der SCP mit 63 Treffern in die 1. Liga aufstieg. Und wenn sich das Team von Trainer Steffen Baumgart in den fünf noch ausstehenden Saisonspielen ähnlich effizient präsentiert wie gegen Duisburg, dann könnte der Traum von einem noch märchenhafteren Erstliga-Aufstieg in Erfüllung gehen. „Die gnadenlose Effektivität des SC Paderborn hat heute den ganz großen Unterschied ausgemacht", urteilte MSV-Trainer Torsten Lieberknecht. Dessen Team wurde tatsächlich unter Wert geschlagen. „Wir haben 4:0 gewonnen. Aber es war verdammt harte Arbeit, denn der MSV hat es nicht schlecht gemacht", bilanzierte SCP-Akteur Christopher Antwi-Adjei, der gleich drei der vier Treffer vorbereitet hatte. Torwart Zingerle wird zum Zebra-Schreck Gerade in der ersten Halbzeit war es vor exakt 11.111 Zuschauern ein offener Schlagabtausch, bei dem die akut abstiegsgefährdeten Duisburger immer wieder mutig nach vorne spielten. So hätte der MSV nach elf Minuten in Führung gehen müssen, als Stanislav Iljutcenko frei vor SCP-Keeper Leopold Zingerle auftauchte. Doch Zingerle behielt im Eins-gegen-Eins-Duell die Oberhand und avancierte auch anschließend zum Zebra-Schreck. So zeigte der Schlussmann, der am Mittwoch seinen 25. Geburtstag gefeiert hatte, weitere Glanzparaden gegen Iljutcenko (31.), Oliveira Souza (38.) und den Ex-Paderborner Moritz Stoppelkamp (42.). „Wir waren etwas fahrig und haben zu viele Möglichkeiten zugelassen", monierte SCP-Sport-Geschäftsführer Markus Krösche die unübersehbaren Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Dafür aber gaben die Hausherren einmal mehr Vollgas im Vorwärtsgang. Mit sehenswerten Kombinationen tauchte der SCP diverse Male vor dem MSV-Gehäuse auf. Zunächst kamen die Paderborner zu selten zum Abschluss. Dann aber demonstrierte Philipp Klement, was passieren kann, wenn man einfach mal abzieht. Der SCP-Regisseur wurde am linken Strafraum-Eck nicht angegriffen und überraschte MSV-Keeper Felix Wiedwald mit einem tückischen 20-Meter-Schuss, der ins Netz einschlug (25.). In der 42. Minute setzte sich der enorm agile Antwi-Adjei auf der linken Seite durch. Und seine flache Hereingabe drückte der in die Startelf gerückte Babacar Gueye zum 2:0 über die Linie. In der 2. Halbzeit will der SCP die Vorentscheidung Nach der Pause drängte der SCP auf die Vorentscheidung. Bernard Tekpetey vergab in Minute 50 zunächst das sichere 3:0. Doch nach einem fulminanten 70-Meter-Sprint von Antwi-Adjei nutzte Tekpetey die perfekte Vorarbeit seines Teamkollegen, um sein zehntes Saisontor zu erzielen (59.). Der bärenstarke Sebastian Vasiliadis machte dann in der 79. Minute endgültig den Deckel drauf. Nach einem kurzen Pass von Antwi-Adjei zog der SCP-Sechser aus 28 Metern ab – und das Leder landete im linken unteren Eck. Vom MSV kam dagegen nicht mehr viel – abgesehen von einem Verhoek-Treffer (72.), der zu Unrecht wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt wurde. „Wir konnten den SCP unter Stress setzen – und verlieren doch mit 0:4", wunderte sich MSV-Coach Lieberknecht. Das Spiel zum Nachlesen in unserem NW-Ticker:

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