0
Weil er mit einer Gelb-Roten Karte nicht einverstanden war, hat ein Fußballspieler in Hessen einen Schiedsrichter brutal angegriffen. - © picture alliance / Daniel Reinhardt
Weil er mit einer Gelb-Roten Karte nicht einverstanden war, hat ein Fußballspieler in Hessen einen Schiedsrichter brutal angegriffen. | © picture alliance / Daniel Reinhardt

Erneuter Gewaltausbruch Wegen Gelb-Roter-Karte: Kreisliga-Spieler schlägt Schiedsrichter bewusstlos

Vorfall bei einem Spiel in Hessen macht Beobachter fassungslos. Ein Video zeigt den Angriff.

Björn Vahle
28.10.2019 | Stand 28.10.2019, 15:45 Uhr

Darmstadt. Bei einem Kreisliga-Spiel zwischen der FSV Münster und dem TV Semd hat ein Fußballspieler den Schiedsrichter bewusstlos geschlagen. Der Unparteiische habe dem Spieler während der Partie in Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg) die Gelb-Rote Karte gezeigt, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Daraufhin habe der 28-jährige Spieler der FSV Münster den 22 Jahre alten Schiedsrichter niedergeschlagen.

Ein Video, das bei Twitter verbreitet wurde, soll den Angriff zeigen:


Nach dem Angriff soll der Spieler den Schiedsrichter liegengelassen haben. Der 22-jährige Unparteiische musste, nachdem er wieder zu Bewusstsein gekommen war, mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Fußballspiel wurde abgebrochen.

Im Saarland und in Berlin streiken Amateurschiedsrichter schon

Kreisschiedsrichterobmann Thorsten Schenk sagte am Sonntagabend gegenüber der Offenbach-Post: "Wir sind geschockt. Es wird immer schlimmer. Ich weiß noch nicht, wie es ihm geht. Ich nehme an, dass er noch untersucht wird, nachdem er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde."

Zuletzt hatte es wiederholt heftige Ausschreitungen im Amateurfußball gegeben. Daraufhin waren Amateurschiedsrichter zunächst im Saarland und später in Berlin in den Streik getreten. Sie nannten es ein "deutliches Stopp-Zeichen". Bereits nach wenigen Spielen seien in Berlin 109 Vorfälle von Gewalt und Diskriminierung zu verzeichnen gewesen. Knapp die Hälfte (53) hätten sich gegen die Schiedsrichter gerichtet, hieß es vom Schiedsrichterausschuss des Berliner Fußball-Verbandes (BFV).

Mit Material der dpa.

Links zum Thema
Sicherheit im Fußball: Was sie in NRW an Geld und Polizeiarbeit kostet
Newsletter abonnieren

Update zum Mittag

Die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe zum Ausbruch von Covid-19 und Neuigkeiten aus OWL und der Welt.

Wunderbar. Fast geschafft!

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Kommentare zu diesem Artikel werden vor Veröffentlichung von der Redaktion geprüft.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken
realisiert durch evolver group