Dynamisch: Reinhold Yabo (Mitte) ist beim 3:0-Erfolg in Regensburg auch von zwei Gegnern nicht zu stoppen. - © Wolfgang Rudolf
Dynamisch: Reinhold Yabo (Mitte) ist beim 3:0-Erfolg in Regensburg auch von zwei Gegnern nicht zu stoppen. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Reinhold Yabo zeigt auf Anhieb seinen Wert für Arminia

Der Winter-Zugang macht das Spiel des DSC spürbar besser. Die Qualitäten des Allrounders werden die Bielefelder am Freitag gegen den heimstarken FC Union Berlin benötigen

Bielefeld. Vier Zweitliga-Partien hat Reinhold Yabo seit seiner Rückkehr für Arminia Bielefeld bislang absolviert und seine Einsatzzeiten kontinuierlich gesteigert. Zuletzt im Heimspiel gegen Magdeburg waren es immerhin schon 83 Minuten. Wird er also am Freitag ab 18.30 Uhr in der schweren Auswärtsbegegnung bei Union Berlin in der körperlichen Verfassung sein, erstmals wieder über die volle Distanz zu gehen? „Ich bin zuversichtlich, dass ich das zeitnah tun kann. In Zahlen ist das schwierig auszudrücken, aber ich bin nah an den 100 Prozent", sagt der Offensivspieler. Yabo benötigte nach seinem Abschied von RB Salzburg in der Winterpause nur wenig Zeit, um sich wieder in Bielefeld zurechtzufinden. Das halbe Jahr, das er während der Rückrunde der Saison 2016/17 bei Arminia verbrachte, erleichterte ihm vieles und ermöglichte es dem 27-Jährigen, trotz einer im Herbst erlittenen Sprunggelenkverletzung sofort wieder zu zeigen, wie wertvoll er für den DSC sein kann. Wunderbarer Treffer gegen den Hamburger SV Bei den Siegen in Dresden (4:3) und gegen den Hamburger SV (2:0), zu dem er einen wunderbaren Treffer beisteuerte, trumpfte Yabo auf Anhieb mit starken Vorstellungen auf, machte das Bielefelder Spiel mit seiner Dynamik, seinen technisch Fähigkeit und seiner Torgefahr spürbar besser. Auch beim 3:0-Erfolg in Regensburg stimmte die Leistung, beim 1:3 gegen Magdeburg dagegen blieb er wie die meisten seiner Mitspieler unter dem möglichen Niveau. Die Heimniederlage, sagt Yabo, habe die Mannschaft aber längst abgehakt. „Jeder weiß, dass es kein gutes Spiel war", sagt er, „jeder weiß aber auch, dass wir eine kurze Woche haben und uns auf den nächsten Gegner vorbereiten müssen." Und zwar nicht auf irgendeinen: Union hat sich mit aktuell 40 Punkten in der Tabelle zwischen die Liga-Schwergewichte HSV und 1. FC Köln auf Rang zwei manövriert, von bisher 22 Zweitliga-Spielen in dieser Saison erst zwei verloren und ist zu Hause noch ungeschlagen. "Wir sind in der Lage, unangenehm und ein Stolperstein zu sein" „Wir spielen gegen eine bärenstarke Mannschaft, die gerade zu Hause großes Selbstbewusstsein hat", weiß Yabo: „Aber es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit, dass diese Heimserie mal reißen wird. Wenn nicht, steigen sie definitiv auf. Aber man weiß ja auch um unsere Auswärtsstärke. Die Berliner wissen, dass wir in der Lage sind, unangenehm und ein Stolperstein zu sein." Die Bielefelder haben 16 ihrer 27 Zähler auf fremden Plätzen geholt und sind zurzeit siebtbestes Auswärtsteam der 2. Liga. Trotz diverser Ausfälle hält Yabo auch deshalb zumindest einen Teilerfolg in Berlin für möglich, weil er bei seiner neuen alten Mannschaft eine positive Entwicklung erkannt haben will. Nicht nur aufgrund der neun Punkte aus den bisherigen vier Spielen des Jahres. „Ob der 1:3-Rückstand in Dresden, die Überzahl gegen Hamburg oder die Unterzahl gegen Magdeburg: Wir sind in der Lage, unvorhergesehene Situationen anzunehmen", findet er, „das ist eine Eigenschaft, die für den weiteren Saisonverlauf wichtig sein wird." Womöglich sogar schon im Spiel bei Union. Yabo ist jedenfalls bereit für die schwere Aufgabe. Vielleicht sogar für 90 Minuten plus Nachspielzeit.

realisiert durch evolver group