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Gesundheitsämter in Hessen und Baden-Württemberg haben Eltern angeordnet, ihre Kinder bei Corona-Verdacht vom Rest der Familie zu isolieren. - © picture alliance
Gesundheitsämter in Hessen und Baden-Württemberg haben Eltern angeordnet, ihre Kinder bei Corona-Verdacht vom Rest der Familie zu isolieren. | © picture alliance
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Behörden drohen mit Kindesentzug: Juristen werten Anordnung als Kindeswohlgefährdung

Gesundheitsämter in mehreren Bundesländern fordern Eltern in Corona-Verdachtsfällen dazu auf, ihre Kinder zu isolieren. Bei Zuwiderhandlung droht die Inobhutnahme. Juristen halten das Vorgehen für nicht haltbar.

Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld. Gesundheitsämter in mehreren Bundesländern fordern Eltern in Corona-Verdachtsfällen dazu auf, ihre Kinder in häuslicher Quarantäne getrennt von der Familie in einem Raum zu isolieren und auch Mahlzeiten getrennt vom eigenen Kind einzunehmen. Halten sich Eltern nicht an die Vorgaben, droht die Unterbringung des Kindes in einer geschlossenen Einrichtung. Juristen bewerten diese Anordnungen als Kindeswohlgefährdung. In Deutschland garantiert das Grundgesetz, dass die Erziehung und Pflege des Kindes Elternrecht sind...

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