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Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. - © AFP
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. | © AFP

Infektionen bei Tönnies In ganz OWL droht ein Corona-Notstand

Land bildet Krisenstab für die Regierungsbezirke Detmold, Arnsberg und Münster. Ministerpräsident
Armin Laschet: „Wir werden die Quarantäne für die Tönnies-Mitarbeiter mit allen Mitteln durchsetzen.“

Angela Wiese
19.06.2020 | Stand 20.06.2020, 09:13 Uhr |
Carolin Nieder-Entgelmeier

Lothar Schmalen

Gütersloh/Bielefeld. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schließt einen regionalen Lockdown wegen der Corona-Masseninfektion im Fleischunternehmen Tönnies nicht mehr aus. Am Freitag wurde ein regionaler Krisenausschuss der Bezirksregierungen Detmold, Arnsberg und Münster unter Beteiligung des NRW-Gesundheitsministeriums gebildet – auch weil die 7.000 Tönnies-Mitarbeiter nicht nur im Kreis Gütersloh, sondern auch in den Kreisen Warendorf und Soest sowie in Bielefeld, im Kreis Paderborn, in Hamm und anderen Orten wohnten, wie Laschet betonte. Am Sonntag will das Landeskabinett zu einer Sondersitzung zusammentreten, um die Lage neu zu bewerten. Die Zahl der infizierten Tönnies-Mitarbeiter stieg auf 803. Laschet sprach vom bisher größten Infektionsgeschehen in NRW, das es nun einzudämmen gelte, so wie es vor einigen Wochen in einer anderen Fleischfabrik in Coesfeld gelungen sei.

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