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Ein brennendes Elektroauto stellte die Feuerwehr in Kreuznau vor besondere Probleme. - © Polizei Düren
Ein brennendes Elektroauto stellte die Feuerwehr in Kreuznau vor besondere Probleme. | © Polizei Düren

So gefährlich sind brennende E-Autos Elektroauto brennt beim Laden - mit Kran in Wassercontainer gesetzt

Dirk-Ulrich Brüggemann
14.11.2019 | Stand 14.11.2019, 20:53 Uhr

Kreuzau. Feuerwehrleute haben nach Angaben von Polizei und Feuerwehr im Kreis Düren ein brennendes Elektroauto in einen Container mit Wasser gesetzt und so gelöscht. Das Auto war am Mittwoch auf einer Garagenzufahrt beim Stromladen in Flammen aufgegangen, und das heftige Feuer war auf die Garage übergesprungen. Nachdem die Flammen gelöscht waren, wollten die Wehrleute nach eigenen Angaben eine so genannte Rückzündung in der Auto-Batterie verhindern. Sie organisierten einen Container, füllten ihn mit Wasser und setzten das Auto an einem Kran hinein. Überhaupt stellen Elektroautos die Feuerwehren immer wieder vor Probleme, wenn sie in Flammen aufgehen oder in Unfälle verwickelt werden. Oft wissen die Retter nicht, wo die Stromkabel verlegt sind, häufig gibt es Sorge  vor gefährlichen  Stromschlägen. Da Elektroautos buchstäblich unter Strom stehen, ist es besonders schwierig, wenn Feuerwehrleute das Fahrzeug nach einem Unfall aufschneiden müssen, um die Insassen zu retten. Dann ist der Blick in die Schaltpläne lebenswichtig. Akkus sind schwer zu löschen Da sich der Akku bei fast allen Fahrzeugen  unter dem Fahrzeug befindet, ist es schwierig, diesen bei einem Brand zu löschen. "Dann setzt der Akku unheimlich viel Energie frei", sagt Andreas Ruhs, Brandschutzexperte der Frankfurter Feuerwehr. "Eigentlich kann man es nicht löschen, man muss es gezielt ausbrennen lassen", ergänzt er. Und das kann dauern. Manchmal zwei bis drei Tage. Deswegen tauchen die Feuerwehrleute brennende Elektroautos häufig in Wasserbäder. Auch Tiefgaragen stellen ein besonderes Problem dar, wenn Elektroautos Feuer fangen. Zwar kommt es hier nicht zu Feuerbällen und Explosionen wie bei Diesel- und Benzinautos, aber dafür strömen aus den brennenden Akkus in Regel giftige, heiße und ätzende Dämpfe. Und die wiederum führen in den unterirdischen Garagen zu Problemen. Tiefgaragen sind problematisch In vielen Tiefgaragen sind die baulichen Voraussetzungen für einen sicheren Umgang mit E-Autos noch nicht geschaffen. Dort muss die Entrauchung besonders gut funktionieren und das brennende Fahrzeug muss sich möglichst von seinem Abstellplatz holen lassen. Generell ist ein Elektroauto aber nicht gefährlicher als herkömmliche Autos, deren Tanks häufig mit bis 100 Litern brennbarer Flüssigkeiten gefüllt sind, sagt Brandexperte Ruhs.

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