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Kein anderer Beruf hat so eine hohe Rate von Burnout wie das Lehramt. Einfach neue Lehramtsstudienplätze zu schaffen, wird das nicht ändern. Symbolfoto. - © Picture Alliance / empics
Kein anderer Beruf hat so eine hohe Rate von Burnout wie das Lehramt. Einfach neue Lehramtsstudienplätze zu schaffen, wird das nicht ändern. Symbolfoto. | © Picture Alliance / empics

Kommentar zur Bildungskrise Lehrermangel: "Ändert endlich die furchtbaren Arbeitsbedingungen"

Die Pläne der Landesregierung, 1.000 neue Studienplätze für das Lehramt zu schaffen, gehen an der Realität vorbei. Das Problem sind die Arbeitsbedingungen. Ein Kommentar.

Jan-Henrik Gerdener
14.11.2019 | Stand 15.11.2019, 17:35 Uhr

Dass die Landesregierung NRW dem Lehrermangel durch 1.000 neue Lehramtsstudienplätze beikommen will, zeigt, dass sie das Problem völlig verkannt hat. Es fehlen nicht deshalb Lehrer, weil es nicht genug Lehramtsstudenten gibt. Es fehlen Lehrer, weil der Beruf für Einsteiger durch und durch unattraktiv ist. Als ehemaliger - der Transparenz halber: im Examen gescheiterter - Referendar stehe und stand ich in Kontakt mit diversen Lehren und Referendaren. Ihre und meine Erfahrungen ergeben ein eindeutiges Bild: Die Arbeitsbedingungen im Lehramt sind furchtbar. Belastung und Burn-Out stehen auf der Tagesordnung. Keine andere Berufsgruppe in Deutschland ist so stark davon betroffen wie die der Lehrer.

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