0
Kinder probieren auf der Buchmesse in Leipzig eine interaktive Tafel aus. - © picture alliance / ZB
Kinder probieren auf der Buchmesse in Leipzig eine interaktive Tafel aus. | © picture alliance / ZB

Milliardenschwere Förderung Digitalpakt für NRW-Schulen: Jetzt gibt's Geld

Ab 15. September können die Schulträger, aber auch Pflegeschulen und Schulen der Gesundheitsfachberufe Anträge bei den Bezirksregierungen stellen.

Dorothea Hülsmeier
04.09.2019 | Stand 04.09.2019, 16:21 Uhr

Düsseldorf. Das nordrhein-westfälische Kabinett hat den Weg für die Auszahlung der Mittel aus dem milliardenschweren Digitalpakt des Bundes freigemacht. Ab 15. September können die Schulträger, aber auch Pflegeschulen und Schulen der Gesundheitsfachberufe Anträge bei den Bezirksregierungen stellen. NRW erhält aus dem Fünf-Milliarden-Digitalpakt bis 2024 gut eine Milliarde Euro. Das Geld kann eingesetzt werden für besseres Internet, interaktive Tafeln, digitale Arbeitsgeräte und Endgeräte wie Laptops oder Tablets. Alle Schulträger erhalten ein bestimmtes Förderbudget aus dem Digitalpakt. Einige Beispiele: Köln als größte Kommune bekommt in den nächsten fünf Jahren den Löwenanteil von rund 47 Millionen Euro, Dortmund rund 36 Millionen Euro, Essen knapp 33 Millionen, Duisburg 31 Millionen und Düsseldorf knapp 22 Millionen. Fast 18 Millionen Euro für Bielefeld Bielefeld bekommt zum Beispiel 17.960.415 Euro, Paderborn 6.435.851 Euro, Gütersloh 2.807.320 Euro, Herford 2.788.195 Euro und Detmold 2.912.037 Euro. Bei der Verteilung der Mittel wurde auch die unterschiedliche Finanzkraft der Kommunen berücksichtigt. Antragsberechtigt sind die Träger von öffentlichen Schulen und privaten Ersatzschulen. 90 Prozent der Projektkosten werden gefördert. Der Eigenanteil der Schulträger beträgt 10 Prozent. Netzausbau soll vorangetrieben werden Zeitgleich will die schwarz-gelbe Landesregierung den Ausbau gigabitfähiger Netze für schnelles Internet vorantreiben. Bis Ende 2022 sollen alle Schulen und Gewerbegebiete daran angeschlossen sein. „Entscheidend bei der Digitalisierung ist, dass sämtliche Vorhaben parallel umgesetzt werden", erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Das Land habe auch die Lehrerausbildung angepasst. Gebauer sagte, weitere Investitionen müssten folgen. „Die beste Technik von heute wird morgen veraltet sein", erklärte sie. Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW erklärte, die Starthilfe für die Schulen dürfe nicht einmalig bleiben.

realisiert durch evolver group