Auch die Herrenmode der französischen Marke Pierre Cardin soll Ahlers zurück in die Gewinnzone führen. - © Ahlers AG
Auch die Herrenmode der französischen Marke Pierre Cardin soll Ahlers zurück in die Gewinnzone führen. | © Ahlers AG

NW Plus Logo Defizit wird kleiner Modekonzern Ahlers bremst den Sinkflug und baut Schulden ab

Die Herforder melden ein schrumpfendes Minus und einen langsamer zurückgehenden Umsatz. Für die Mitarbeiter gibt es eine gute Nachricht.

Martin Fröhlich

Herford. Schon vor der Pandemie steckte der Herforder Ahlers-Konzern in Schwierigkeiten, baute Personal ab, sah sich mit sinkenden Umsätzen konfrontiert, schloss ein Werk in Polen. Das erste Corona-Jahr mit den Lockdowns schlug dann unbarmherzig zu. Der Umsatz brach von 207 auf 151 Millionen Euro ein. Doch das aktuelle Geschäftsjahr macht Firmenchefin Stella Ahlers nun Hoffnung.

Zwar steckt der Konzern noch immer in roten Zahlen, doch die Lücke zur schwarzen Null ist geschrumpft, der Umsatzrückgang gebremst. Statt 18,5 Millionen Euro minus weist das Konzernergebnis diesmal 8,9 Millionen aus. 2022 soll das Minus auf 2 bis 5 Millionen Euro sinken. "Für 2023 hoffen wir auf die Rückkehr in die schwarzen Zahlen", sagt Stella Ahlers und Vorstandskollege Simon Tabler nickt zustimmend. Die Unwägbarkeit dabei: "Wir wissen natürlich nicht, ob die Pandemie die Branche noch einmal trifft."

Der Umsatz mit den Marken Baldessarini, Pierre Cardin, Pioneer und Co ging im Geschäftsjahr 20/21 nur noch um sechs Prozent zurück und lag bei 142,5 Millionen Euro. Die Talsohle scheint durchschritten. "Wenn in diesem Jahr keine längeren, flächendeckenden Lockdowns angeordnet werden und sich die Liefer- und Produktionsketten normalisieren, gehen wir von einem Umsatz zwischen 180 und 195 Millionen Euro aus." Der Grund für den Umsatzrückgang zuletzt lag vor allem in Deutschland. Hier fielen die Werte um 11 Prozent. Im Ausland zogen sie minimal an.

Trotz des erneuten Defizits gelang es den Herfordern ihre Nettoverschuldung zu reduzieren - von 42,7 auf 29,6 Millionen. Dabei spielten die Veräußerung von Vermögenswerten, ein Abbau des Net Working Kapitals und die staatlichen Überbrückungshilfen eine Rolle.

Davon will sich der Ahlers-Konzern trennen

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