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Heggemann-Vorstand Christian Howe (v.l.), Inhaber Robert Heggemann, Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow und Entwicklungsleiter Thomas Meyer vor dem Neubau am Flughafen. - © Hildebrand
Heggemann-Vorstand Christian Howe (v.l.), Inhaber Robert Heggemann, Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow und Entwicklungsleiter Thomas Meyer vor dem Neubau am Flughafen. | © Hildebrand

Luftfahrtindustrie Heggemann baut Flugzeug-Testzentrum am Airport Paderborn

Die Heggemann AG setzt als Zulieferer internationaler Flugzeugbauer weiter auf den Standort am Flughafen Paderborn. Das Familienunternehmen errichtet mitten in der Krise nun einen Neubau.

Martin Krause
02.12.2020 | Stand 02.12.2020, 17:04 Uhr

Büren. Der Bürener Luftfahrt-Zulieferer Heggemann errichtet auf dem Firmengelände am Flughafen Paderborn derzeit ein neues Testzentrum für die Entwicklung neuer Flugzeug-Fahrwerke und neuartiger Mobilitätskonzepte. Das familiengeführte Unternehmen mit 230 Mitarbeitern will einen hohen sechsstelligen Betrag in den 13 Meter hohen Neubau investieren.

Aufsichtsratschef Robert Heggemann wertet die Investition als Meilenstein für die künftige Ausrichtung des Unternehmens und als ersten Schritt "in ein neues Geschäftsfeld als Anbieter von Testdienstleistungen für unsere internationalen Kunden". Der Bedarf ist demnach vorhanden: Überall auf der Welt würden derzeit "sowohl Fluggeräte wie Lufttaxis und Transportdrohnen als auch neuartige Antriebe, die besonders lärm- und emissionsarm sind" entwickelt, heißt es bei Heggemann. Das Testcenter soll im Frühjahr 2021 fertiggestellt werden, die Auslastung für 2021 sei bereits durch erste Kampagnen gewährleistet.

Test-Abstürze im freien Fall aus neun Metern Höhe

Heggemann-Entwicklungsleiter Thomas Meyer betont, dass die Entwicklungszyklen durch den Neubau für die Kunden des Unternehmens verkürzt würden. In dem neuen Testcenter könnten Elemente und Fahrwerkssysteme bis zur Größe des Bugfahrwerks eines Airbus A320 getestet werden.getestet werden. Mit den Tests würden Landungen von Flugzeugen oder Drohnen für Normal- oder Notfälle simuliert. Die zu testenden Bauteile fallen aus bis zu neun Metern Höhe ungebremst auf eine Messplatte, wo die Folgen erfasst und dokumentiert werden.

Neben einem solchen "Landestoß"  können zum Beispiel auch Flugzeugräder mit bis zu 350 Stundenkilometern angedreht werden, um die resultierenden Belastungen zu untersuchen, so die Firma. Bei der Durchführung von Dauerfestigkeitsprüfungen kooperiere Heggemann mit der LIA Engineering GmbH in Paderborn, einer Ausgründung der Universität.

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