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Bei der Haupversammlung im Mai: Paragon-Chef Klaus Dieter Frers. - © Foto: Mika
Bei der Haupversammlung im Mai: Paragon-Chef Klaus Dieter Frers. | © Foto: Mika

Gewinnwarnung Paragon und Voltabox rutschen in die Verlustzone

Der Delbrücker Autozulieferer ist von der Krise in der Automobilbranche mit betroffen. Die Umsatz- und Gewinnprognose werden für den Gesamtkonzern und für die E-Mobilitätstochter abgesenkt

13.08.2019 | Stand 13.08.2019, 12:16 Uhr

Delbrück (sim). Die Probleme der Autoindustrie verpassen dem heimischen Autozulieferer Paragon einen kräftigen Dämpfer. Das Unternehmen aus Delbrück reduziert seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 deutlich. Grund sei "die Marktschwäche in der Automobilindustrie". Außerdem läuft es bei der börsennotierten E-Mobilitätstochter Voltabox schlechter als erwartet. Dort komme es erstens zu Verzögerungen bei einem Großauftrag aus den USA. Zweitens habe die Produktion unterbrochen werden müssen, weil ein wichtiger Lieferant seine eigene Fertigung technisch umgestellt habe. Auch die Voltabox AG senkte daher ihre Prognose: Statt 105 bis 115 Millionen Euro Jahresumsatz werden nun nur noch 70 bis 80 Millionen Euro Umsatz für das Gesamtjahr erwartet. Im ersten Halbjahr war der Umsatz immerhin um 77 Prozent auf 32,1 Millionen Euro gewachsen. Das operative Ergebnis  war aber bereits im roten Bereich, das Ebit fiel von 0,1 Millionen Euro auf minus 3,6 Millionen Euro. Paragon-Konzern im ersten Halbjahr deutlich gewachsen Die Umsatzprognose für die Paragon GmbH sinkt laut adhoc-Mitteilung von bislang 240 Millionen auf 200 bis 210 Millionen Euro im laufenden Jahr. Auch auf das Ergebnis schlägt sich das drastisch nieder: Befürchtet wird nun ein operativer Verlust in Höhe von bis zu vier Millionen Euro. Die Ebit-Marge - der  operative Gewinn im Verhältnis zum Umsatz - werde negativ sein. Erwartet werde nun eine negative Ebit-Marge zwischen minus 1 und  minus 2 Prozent. Ursprüglich hatte das Unternehmen auf eine postive Umsatzrendite  von 8 Prozent gehofft. Nach vorläufigen Zahlen erzielte der Paragon-Konzern im ersten Halbjahr einen um 22 Prozent gestiegenen Umsatz von 96 Millionen  Euro und einen  operativen Verlust in Höhe  von  5,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum wurde laut Adhoc-Mitteilung  noch ein positives operatives Ergebnis von 4,8 Millionen Euro erwirtschaft. Noch bei der Hauptversammlung im Mai hatte sich Unternehmenschef Klaus Dieter Frers die Paragon-Zukunft in hellsten Farben gezeichnet: Paragon strebe einen Umsatzanstieg auf bald 500 Millionen Euro an und wolle „mit einer gewissen westfälischen Sturheit" Weltmarktführer in einigen Produktgruppen werden.

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