Eingespieltes Team: Der Unternehmer Wolf D. Meier-Scheuven (l.) und sein langjähriger Kompagnon Rolf Struppek, der nach acht Jahren zurück an der Führungsspitze ist.
Eingespieltes Team: Der Unternehmer Wolf D. Meier-Scheuven (l.) und sein langjähriger Kompagnon Rolf Struppek, der nach acht Jahren zurück an der Führungsspitze ist.

Wirtschaft "Operation Heynckes" bei Boge: Struppek zurück in der Geschäftsführung

Beiratsvorsitzender ab sofort als kaufmännischer Geschäftsführer wieder an Meier-Scheuvens Seite

Bielefeld. Der Bielefelder Unternehmer und IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven nennt seine Personalentscheidung „Operation Heynckes". Nach der Trennung von seinem langjährigen zweiten Geschäftsführer Thorsten Meier (47) hat der Chef des Druckluftspezialisten Boge seinen früheren Geschäftsführer und zugleich Meiers Vorgänger Rolf Struppek kurz vor dessen 68. Geburtstag zurück an seine Seite in die Geschäftsführung berufen - ähnlich wie Bayern München seinen betagten Cheftrainer Jupp Heynckes zurückgeholt hatte. Struppek, der Gründungsvorstand des Vereins OWL Maschinenbaus war, verantwortet erneut als kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) ab sofort die Bereiche Finanzen, IT, kaufmännische Verwaltung und Personal in der Boge-Gruppe. Nach seinem Ausscheiden im Juni 2011 aus dem operativen Boge-Geschäft war Struppek bis zuletzt Beiratsvorsitzender von Boge gewesen. Seine Position in dem Gremium ersetzt nun Rainer Schütte. Mitgesellschafter gaben den Anstoß „Den Anstoß, meinen ehemaligen Geschäftsführerkollegen Rolf Struppek wieder ins Boot zu holen, mit dem ich 15 Jahre lang äußerst erfolgreich zusammengearbeitet habe, haben meine Mitgesellschafter gegeben", teilte Meier-Scheuven mit. „Wie Jupp Heynckes den FC Bayern, so soll Rolf Struppek Boge mit mir zur Meisterschaft führen." Struppek habe nicht lange überlegt, die Funktion als Interims-CFO zu übernehmen, bis ein neuer Geschäftsführer eingestellt werde: „Wenn man in einer so wichtigen Angelegenheit gefragt wird, darf man nicht ablehnen", wird Struppek zitiert. Die Chemie zwischen beiden Managern ist gut. Zusammen wollen sie nun wieder die Akzente für ein langfristig erfolgreiches Unternehmen setzen. Nach dem Ausscheiden von Meier hatte Meier-Scheuven, der Urenkel von Firmengründer Otto Boge, das Familienunternehmen in vierter Generation als geschäftsführender Gesellschafter operativ wieder allein geführt, um die nötige Ruhe ins Unternehmen zu bringen und zu konsolidieren. Es habe zuletzt zu wenig Rendite erzielt, hatte der Unternehmer im Februar gesagt.

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