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Millionenschwer: Finanzinvestor Lars Windhorst. - © picture alliance / dpa
Millionenschwer: Finanzinvestor Lars Windhorst. | © picture alliance / dpa

Wirtschaft Lars Windhorst wird Schiffbauer

Der aus Rahden stammende Finanzinvestor will die Flensburger Werft retten

Stefan Schelp
12.02.2019 | Stand 12.02.2019, 09:15 Uhr

Rahden/Flensburg. Der aus Rahden stammende Finanzinvestor Lars Windhorst (42) hat eine neue Aufgabe gefunden. Am Montag hat er die Mehrheit an der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) übernommen. Das meldet das Manager-Magazin online. Damit habe er einen Liquiditätsengpass der Werft beendet. Nach Informationen von manager-magazin.de habe Windhorsts Sapinda Holding vom norwegischen Eigentümer Siem Europe 76 Prozent der Firmenanteile übernommen. Windhorst habe der Werft eine Kapitalerhöhung über 33 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, heißt es. Der Vorbesitzer habe sich demnach an der Rettung durch den Erlass von 10 Millionen Euro Schulden beteiligt. Diese seien in neue Anteile umgewandelt wurden. Mit dem frischen Geld hat die FSG wieder gute Aussichten, schreibt das Manager Magazin. Bis 2021 sollen in Flensburg vier große Passagierfähren und drei Frachtfähren gebaut werden. Auftragsvolumen insgesamt: eine Milliarde Euro. Lars Windhorst hatte in den 90er Jahren als bewundertes "Wirtschafts-Wunderkind" einen weltweit operierenden Computer-Konzern aufgebaut. Danach folgten zahlreiche Kapriolen, Prozesse und eine Privat-Insolvenz. Inzwischen ist Windhorst wieder millionen-schwer und opereriert von London aus als Chef der Sapinda Holding. Zuletzt hatte er mit seiner Investition in den Hersteller von Luxus-Dessous "La Perla" für Aufsehen gesorgt.

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