Am 5. Oktober war Angelika W. vor dem Landgericht Paderborn verurteilt worden. - © picture alliance / dpa
Am 5. Oktober war Angelika W. vor dem Landgericht Paderborn verurteilt worden. | © picture alliance / dpa

Paderborn/Höxter Urteil im Fall Bosseborn: Angelika W.s Anwalt legt Revision ein

Angelika W. ist am 5. Oktober zu 13 Jahren Haft verurteilt worden und war mit dem Strafmaß eigentlich zufrieden.

Jürgen Mahncke
13.10.2018 | Stand 13.10.2018, 15:52 Uhr
Leandra Kubiak

Paderborn. Obwohl seine Mandantin mit dem Strafmaß zufrieden war, hat Angelika W.s Anwalt Peter Wüller an diesem Freitag Revision gegen das Urteil vom 5. Oktober eingelegt. Nach zwei Jahren Verhandlung im Bosseborn-Prozess war Angelika W. vor dem Landgericht Paderborn zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Hätte Peter Wüller die Frist verstreichen lassen, wären die Urteile, die gegen Angelika und Wilfried W. gesprochen wurden, jetzt beide rechtskräftig. Derzeit ist nur das Urteil gegen Wilfried W. rechtskräftig. Warum also die Entscheidung, nun doch in Revision zu gehen? Unmittelbar nach dem Urteilsspruch stand diese Entscheidung noch nicht fest. "Mord durch Unterlassen" sei eben keine Standard-Anklage, argumentiert Wüller gegenüber der Neuen Westfälischen. Es komme sehr selten vor, dass die Begründung in einem Urteil auf Mord durch Unterlassen laute. Dass er nun in Revision gegangen ist, gebe ihm Zeit, sich noch einmal intensiv mit der Begründung des Richters im Urteil gegen Angelika W. zu befassen. Es sei gut möglich, dass er die Revision später wieder zurückziehe, sagt Wüller.

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