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Viele Frauen und auch einige Männer kamen zu Libori in Weiß gekleidet in den Dom, um ein Zeichen zu setzen. - © Andreas Zobe
Viele Frauen und auch einige Männer kamen zu Libori in Weiß gekleidet in den Dom, um ein Zeichen zu setzen. | © Andreas Zobe

Paderborn Maria 2.0: Paderborner Frauen kämpfen weiter für Reformen in der Kirche

Im Mai hatte sich die freie Initiative Maria 2.0 der Südstadtgemeinde St. Julian bereits am bundesweiten Kirchenstreik beteiligt

Birger Berbüsse
22.09.2019 | Stand 22.09.2019, 10:26 Uhr

Paderborn. Eine Menschenkette rund um den Dom und ein Gottesdienst an der Mariensäule: Die Paderborner Frauen von Maria 2.0 haben neue Aktionen angekündigt, mit denen sie für Reformen in der katholischen Kirche werben wollen. Im Mai hatte sich die freie Initiative Maria 2.0 der Paderborner Südstadtgemeinde St. Julian bereits am bundesweiten Kirchenstreik beteiligt, dem weitere Aktionen folgten. Nun geht es weiter – und die Frauen haben sich mit anderen zusammengeschlossen. Gemeinsam mit dem Paderborner kfd-Diözesanverband laden sie am Freitag, 27. September, um 18 Uhr zu einem Wortgottesdienst an der Mariensäule mitten in Paderborn ein. Im Rahmen der kfd-Aktionswoche „Macht Euch stark für eine geschlechtergerechte Kirche" sollen Männer und Frauen gemeinsam für Reformen beten. Die Frauen von St. Julian beteiligen sich darüber hinaus auch an der von der Münsteraner Initiative ausgerufenen zweiten Aktionswoche „Lassen wir das Maria-2.0-Feuer brennen" Anfang Oktober. In Paderborn ist dafür ein Abendimpuls am 2. Oktober um 18 vor dem Paradiesportal des Domes geplant. Die Initiatorinnen möchten die Kathedrale „stellvertretend für unsere katholische Kirche in die Mitte nehmen" und planen eine Menschenkette, die einmal um den Dom herumführen soll. Menschenkette rund um den Dom Die Sommerpause habe die Initiativgruppe aus St. Julian genutzt, um sich zu vernetzen, Kontakte zu anderen „Marias" im Bistum wurden geknüpft. Außerdem wurde eine Zusammenarbeit mit der kfd und dem Diözesankomitee angestoßen. Ebenso hätten „Gesprächsrunden mit offenem Austausch" zwischen den Frauen und dem Erzbistum stattgefunden. Die Frauen von „Maria 2.0" freuen ihrer Mitteilung zufolge über den Dialog. „Wir hoffen darauf, dass den Worten auch Taten folgen und die deutschen Bischöfe sich mutig an die Spitze des Reformprozesses setzen."

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