Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Finke Möbelhäuser - © Andreas Götte
Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Finke Möbelhäuser | © Andreas Götte

Paderborn Höffner (Krieger-Gruppe) übernimmt Paderborner Möbelunternehmen Finke

Martin Krause

Paderborn. Die Paderborner Möbelhandelskette Finke steht offenbar kurz vor dem Verkauf. Firmenchef Wilfried Finke hatte für Freitagmorgen eine Beschäftigtenversammlung einberufen, bestätigte Michael Laukemper von der Gewerkschaft Verdi. Der genaue Grund war zunächst unbekannt. Inzwischen ist allerdings klar, dass es um den Verkauf an die Berliner Möbelhandelskette Höffner (Krieger-Gruppe) geht. Der Deal müsste noch vom Kartellamt genehmigt werden. Das teilte ein Sprecher der Finke-Gruppe mit. Brancheninsider hatten zuvor berichtet, es werde schon länger über „intensive Gespräche" zwischen Finke und der österreichischen Kette XXXLutz spekuliert. Mit mehr als 20.000 Mitarbeitern und mehr als vier Milliarden Euro Umsatz gilt XXXLutz nach Ikea als größter Möbelhändler in Deutschland und Österreich. Einrichtungszentren der Krieger-Gruppe Möbel Höffner beschäftigt 6.000 Mitarbeiter. Zu dem deutschen Unternehmen gehören 19 Einrichtungszentren. Je nach Standort ist die Verkaufsfläche zwischen 30.000 bis 45.000 Quadratmeter groß.  Der Jahresumsatz beträgt rund 2 Milliarden Euro. Inhaber der Möbelgesellschaft ist die Familie Krieger. Finke beschäftigt 1.600 Mitarbeiter in sechs Möbelhäusern und fünf Discount-Filialen. Es hatte auch geheißen Finke wolle sich Ende 2018 von seinem langjährigen Einkaufspartner, der Berliner Krieger-Gruppe, trennen. Dies ist nun Makulatur.

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