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In einem Kellerraum des Angeklagten fanden sich zwei Spezialschränke, in denen 26 Marihuana-Pflanzen gediehen.  - © Pixabay (Symbolfoto)
In einem Kellerraum des Angeklagten fanden sich zwei Spezialschränke, in denen 26 Marihuana-Pflanzen gediehen.  | © Pixabay (Symbolfoto)

Lichtenau Lichtenauer vor Gericht wegen Marihuana-Anbau im Keller

29-Jähriger vermietete einen Raum an einen Bekannten, der diesen für eine Drogenplantage nutzte

Jutta Steinmetz
01.10.2019 | Stand 02.10.2019, 16:33 Uhr

Lichtenau. Ein Freundschaftsdienst, aber auch das eigene Faible für Rauschmittel haben einen unbescholtenen 29-Jährigen vor den Kadi geführt. Weil er dort kleine Brötchen buk, ging die Geschichte für den Lichtenauer glimpflich aus. Timo X. (Name geändert) hat eine feste Stellung und lebt in Lichtenau ein unauffälliges Leben - abgesehen von der Tatsache, dass er gern mal einen Joint raucht oder Amphetamine konsumiert. Aber das höchst dezent. Niemals ist er deswegen aufgefallen, niemals in den Fokus der Ermittler geraten. Bis zum November. Da ging nämlich bei der Polizei ein anonymer Tipp ein. So standen eines Tages die Fahnder vor der Tür des 29-Jährigen. In dessen Wohnung fanden sie fast 25 Gramm Marihuana sowie knapp 33 Gramm Amphetamine, samt und sonders für den Eigenbedarf bestimmt, wie Timo X. beteuerte. Mehr in die Bredouille brachte ihn die Entdeckung, die die Ermittler in seinem Keller machten. In einem Raum fanden sich zwei Spezialschränke, in denen 26 Marihuana-Pflanzen gediehen. Wie der 29-Jährige glaubhaft versicherte und die weiteren Ermittlungen ergaben, war der Betreiber der Plantage ein Bekannter von Timo X. Diesem habe er auf Nachfrage einen seiner Kellerräume für 85 Euro zur Verfügung gestellt, gestand der Lichtenauer erst der Polizei und jetzt auch vor dem Amtsgericht. Er habe den Drogen adieu gesagt Sein Mandant habe den Drogen adieu gesagt, erklärte Verteidiger Franz Zacharias. "Das war eine Episode in seinem Leben, die abgeschlossen ist." Der 29-Jährige, nicht vorbestraft und geständig, bedürfe scharfer Sanktionen nicht, die im Führungszeugnis auftauchten. Eine Meinung, die der Richter teilte. Er verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen zu 60 Euro. Das Urteil wurde, mit Zustimmung von Staatsanwalt Julian Vogt, noch im Gerichtssaal rechtskräftig.

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