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Das Merle-Clasen-Quartett nahm die Geburtstagsgäste mit auf eine sentimentale Reise. - © Andreas Götte
Das Merle-Clasen-Quartett nahm die Geburtstagsgäste mit auf eine sentimentale Reise. | © Andreas Götte

Büren Die Kulturinitiative Niedermühle feiert ihren 15. Geburtstag

Zur Feier des Tages trat das Merle-Clasen-Quartetts aus Kassel tritt auf. Zudem gibt die Vorsitzende einen Ausblick aufs künftige Programm.

Andreas Götte
21.10.2018 , 14:00 Uhr

Büren. 15 Jahre besteht bereits die Kulturinitiative Niedermühle. Zur Feier des Tages hatte die Vorsitzende Bärbel Olfermann musikalische Geburtstagsgäste aus ihrer Heimat Nordhessen auf die Bühne geholt. Das Merle-Clasen-Quartett nahm die mehr als 50 Geburtstagsgäste am Samstagabend mit auf eine sentimentale Reise zu Erinnerungen und Fantasien.

Freuen sich über eine 15-jährige Erfolgsgeschichte: (v. l.) Kassenwart Werner Hemkendreis, Mühlenwart Georg Eckert, Vorsitzende Bärbel Olfermann, Geschäftsführerin Liane Eckert und Schriftführer Uli Hardes. - © Andreas Götte
Freuen sich über eine 15-jährige Erfolgsgeschichte: (v. l.) Kassenwart Werner Hemkendreis, Mühlenwart Georg Eckert, Vorsitzende Bärbel Olfermann, Geschäftsführerin Liane Eckert und Schriftführer Uli Hardes. | © Andreas Götte

Zum Repertoire des Ensembles um die charmante Sängerin Merle Clasen gehören legendäre Swing- und Latin-Standards von Frank Sinatra, Doris Day bis Dean Martin und Barbara Streisand.

Auch herbstlich melancholisch anmutender Lounge-Jazz erfüllte den rustikalen Raum der Niedermühle, zumeist auf Englisch, aber auch auf Spanisch. Zwischendurch brachte Frontfrau Merle Clasen ein paar Anekdoten zu einzelnen Songs. „Die Band bietet ohrgefällige Musik, das passt zu unserem Programm", so Bärbel Olfermann.

Zuvor hatten Frauen und Männer der ersten Stunde der Niedermühle wie unter anderem Hans Storck, von Bärbel Olfermann als „treibende Kraft" bezeichnet, mit den Gästen bei einem kleinen Empfang auf die kulturelle Erfolgsgeschichte in Büren angestoßen.

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An das erste Konzert in der Niedermühle mit René Madrid und Graciella Medina konnte sich Bärbel Olfermann noch gut erinnern. „Wir wusste ja nicht, wie viele Leute überhaupt kommen", sagte die Vorsitzende. Am Ende hätten die Menschen auf Bierkisten gesessen, weil kein Stuhl mehr frei gewesen sei. Auch an das musikalisch bunte Treiben der Intercity Blues Band konnte sich Olfermann noch gut erinnern. „Wir mussten alle zusammen deren Klavier durch das Treppenhaus schleppen, weil es im Haus noch kein Fahrstuhl gab", sagte sie.

"Das Programm ist durchweg nievauvoll"

In der mittelalterlichen Niedermühle gehen rund zehn Kulturveranstaltungen im Jahr über die Bühne. Der Mix reicht von Chansons über Klassik bis hin zum Kabarett. „Wir möchten, dass sich Künstler und Besucher hier wohlfühlen", betonte Bärbel Olfermann. Das Feedback sei durchweg positiv. Man sei zwar eine vergleichsweise kleine Kulturinitiative, möchte jedoch ein ambitioniertes Programm anbieten. „Es muss zu uns passen, in der Regel geschieht das auf Empfehlungen", sagte die Vorsitzende. Durch die räumlichen Verhältnisse in der Mühle bekomme das Publikum fast zwangsläufig Kontakt zu den Künstlern, so dass ein dichtes Verhältnis entstehe.

Künftig möchte die Kulturinitiative Niedermühle noch stärker mit der Stadt Büren zusammenarbeiten. Für Mai ist eine Führung in der Jesuitenkirche in Kombination mit einem Konzert von Barock bis zur Moderne geplant. Olfermann sprach von einer „fruchtbaren Zusammenarbeit" mit dem Bürener Stadtmarketing.

Das Konzept scheint aufzugehen. „Die Akustik hier überzeugt mich. Auch das unterschiedliche Programm mit vielen kleinen Veranstaltungen und Überraschungen gefällt mir", sagt Rosi Thiel aus Ahden. Auch für Wigbert Mertens ist „das Programm immer interessant, ziemlich abwechslungsreich und durchweg niveauvoll". Nach seiner Meinung wäre es schön, wenn das Programm neben den Stammgästen noch mehr Leute ansprechen würde und diese sich einfach mal darauf einlassen würden.