Der Sauna-Club "Harem" in Bad Lippspringe hat wieder geöffnet. - © Reinhard Rohlf
Der Sauna-Club "Harem" in Bad Lippspringe hat wieder geöffnet. | © Reinhard Rohlf

Bad Lippspringe Sauna-Club "Harem" in Bad Lippspringe hat wieder geöffnet

Andrea Sahlmen

Bad Lippspringe. Der Sauna-Club "Harem" in Bad Lippspringe ist wieder in Betrieb. Seit dem 11. August ist das Etablissement wieder für Kunden geöffnet. Marc Voigt ist der neue Geschäftsführer des Bordells, wie Radio Hochstift am Montag berichtet. Eigentlich wollte er sich nach eigener Aussage vor Jahren aus dem Geschäft zurückziehen. Die Paderborner Staatsanwaltschaft hatte im März gegen mehrere Personen des Harems wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung ermittelt. Auf Anfrage von Radio Hochstift heißt es, dass „von einem zeitnahen Abschluss der Ermittlungen nicht auszugehen" sei. Zuletzt sollen Löhne und Mieten nicht mehr gezahlt worden sein, das bestätigte auch Vogt im Radio Hochstift-Gespräch. Jetzt laufe aber alles wieder wie früher – also gut. Vor 14 Tagen hat das Bordell offenbar eine neue Genehmigung gemäß dem neuen Prostitutionsschutzgesetz erhalten. Bordell geriet immer wieder in die Schlagzeilen Laut den Betreibern gehört der Saunaclub in Bad Lippspringe mit über 7.000 Quadratmetern zu den größten Saunaclubs in ganz Deutschland und auch zu den größten in ganz Europa. In der Vergangenheit war die Einrichtung jedoch immer mal wieder in die Schlagzeilen geraten. So wurde im vergangenen Jahr kurz vor Silvester eine sogenannte Stinkbombenattacke auf das Gebäude am Strothebach 1 verübt. Im Außenbereich war später eine Flasche mit offenbar stinkender Buttersäure gefunden worden. Im vergangenen April war das Etablissement vom Kreis Paderborn wegen gravierender Brandschutzmängel vorübergehend geschlossen worden und gleichzeitig die weitere Nutzung des Gebäudes untersagt worden. Nach Erfüllung der Auflagen öffnete der Saunaclub wieder seine Pforten. Bei den Kommunalpolitikern des Badeortes hatte 2006 die Ansiedlung des Saunaclubs für heftige Diskussionen gesorgt, weil man so etwas wie eine „Erotik-Meile" in Bad Lippspringe verhindern wollte. Im Jahr 2013 hatte die Eröffnung eines Sado-Maso-Studios in unmittelbarer Nachbarschaft erneut für Unruhe gesorgt.

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