Zerstörerisches Feuer: Von oben lässt sich sehen, wie die Flammen gewütet haben. - © Edwin Dodd
Zerstörerisches Feuer: Von oben lässt sich sehen, wie die Flammen gewütet haben. | © Edwin Dodd

Porta Westfalica-Veltheim Brand im Kraftwerk: Behörde rät zu Vorsicht bei Gemüse aus dem Garten

Thomas Lieske
11.07.2019 | Stand 11.07.2019, 22:55 Uhr
Dirk Haunhorst

Porta Westfalica-Veltheim. Nach dem verheerenden Großbrand im Kraftwerk Veltheim geht die Ursachenforschung los. Die Polizei hat Arbeiter einer holländischen Firma befragt, die bei Ausbruch des Feuers mit Schweißarbeiten an einem Tank beschäftigt waren. Dabei sei es nach Aussage der Männer zu dem Brand gekommen, der mit eigenen Löschmitteln nicht mehr bekämpft werden konnte und sich rasch ausbreitete. Die Arbeiter hätten dann rasch das Gebäude verlassen und weitere Kollegen sowie die Feuerwehr alarmiert. „Wir prüfen derzeit die Aussagen", sagt Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Die Polizei untersucht nach Bränden grundsätzlich, ob ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten vorliegt. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gebe es nicht, ob fahrlässige Verhalten vorliege, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen, die mindestens bis zum Ende der kommenden Woche andauern, sagt Steinmeyer. Stadt sperrt Brandort im Umkreis von 200 Metern Die Stadt als Ordnungsbehörde hat den Brandort im Umfeld von 200 Metern abgesperrt. „Die Bahnlinie und die Möllberger Straße sind aber außen vor", erklärt Technischer Beigeordneter Stefan Mohme. Die Baustelle am Kraftwerk liege vorerst still, die mit dem Rückbau beauftragten Firmen seien zum Teil schon abgerückt. Behörden seien unter anderem damit beschäftigt, die Brandstätte auf kontaminiertes Material hin zu untersuchen. Der Einsturz eines Gebäudeteils hängt Mohme zufolge wesentlich mit den bereits vorgenommen Rückbauarbeiten zusammen. Das Feuer sei dann auslösender Impuls für den Kollaps gewesen. Kreis: Obst und Gemüse sorgfältig waschen Der Kreis Minden-Lübbecke empfiehlt den Bürgerin, die im Einzugsgebiet der Rauchfahne wohnen, frisch geerntetes Obst und Gemüse aus dem Anbau im betroffenen Bereich vor dem Verzehr sorgfältig zu waschen oder zu schälen. Hierzu gehört der östliche Bereich Vennebeckerbruch sowie nördlich der A 2 die Bereiche Helser Bruch, Bornholz und Voßbrink, auch der westliche Teil von Veltheim sowie Möllbergen zählen dazu. Außerdem wird das Landesamt für Natur. Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) weitere Messungen vornehmen, Die Ergebnisse sollen kommende Woche vorliegen, berichtet der Kreis.

realisiert durch evolver group