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Um das Medizinkonzept gibt es weiterhin Diskussionen. - © MKK
Um das Medizinkonzept gibt es weiterhin Diskussionen. | © MKK

Lübbecke Zweifel an Abkehr von umstrittenen Medizinkonzept - MKK hält dagegen

Der Sprecher der Mühlenkreiskliniken nimmt im Kurzinterview Stellung zu aktuellen, kritischen Patientenbeobachtungen im Krankenhaus Lübbecke. Und widerspricht diesen.

Frank Hartmann
21.08.2019 | Stand 21.08.2019, 17:44 Uhr

Lübbecke. Der Freundeskreis des Krankenhaus Lübbecke hat im August 2018 Zweifel geäußert, ob das MKK-Medizinkonzept wirklich endgültig aufgegeben worden ist. Haben Sie diese ausräumen können? Christian Busse: Die Mühlenkreiskliniken haben sich intensiv mit dem Freundeskreis Lübbecke ausgetauscht. Alle Unstimmigkeiten sind ausgeräumt. Die Urologie gehörte 2018 zu den Abteilungen, die das Krankenhaus Lübbecke an das Klinikum Minden abgeben sollte. Patienten ist aufgefallen, dass die urologische Abteilung in der Abteilung für Innere Medizin aufgegangen ist. Ist das die Umsetzung des Medizinkonzepts in kleinen Schritten? Busse: Diese Beobachtung entspricht nicht der Wahrheit. Die Klinik für Urologie, Kinderurologie und Operative Uro-Onkologie ist weiterhin eigenständig. Im September 2018 wurde ein neues Leitungsteam der Klinik vorgestellt. Gynäkologische Station stand lange leer Auch die Gynäkologie/Geburtshilfe sollte 2018 aufgegeben werden. Die Station wurde offenbar verkleinert und musste einer psychosomatischen Station Platz machen. Wenn dadurch weniger Geburten möglich sind, führt das früher oder später zur Schließung der Geburtshilfe. Wie viele Geburten im Jahr muss Lübbecke garantieren, damit die Geburtsstation auf jeden Fall erhalten bleibt? Busse: Die Station der Gynäkologie und Geburtshilfe wurde nicht verkleinert. Richtig ist, dass auf einer lange leerstehenden Station im Krankenhaus Lübbecke-Rahden ein neues Angebot für Menschen mit Psychosomatischen Beschwerden etabliert wurde. Aufgefallen ist Patienten eine Station für Wahl-Leistungen für Privatpatienten. Wie unterscheidet sie sich von denen für Kassenpatienten? MKK haben zusätzliche Pflegefachkräfte gewonnen Busse: Es gibt schon immer ein zusätzliches Serviceangebot für Wahlleistungspatientinnen und -patienten – in allen deutschen Krankenhäusern und selbstverständlich auch am Krankenhausstandort Lübbecke. Dieses Serviceangebot beinhaltet beispielsweise ein größeres Essensangebot und die Möglichkeit eines Einzelzimmers, wenn vorhanden. Dieses Wahlleistungsangebot kann grundsätzlich von allen Patienten kostenpflichtig gewählt werden. Viel Lob gibt es von den Patienten für das – stark unter Zeitdruck arbeitende – Pflegepersonal. Zeit für Zuwendung spielt in der Pflegepersonal-Bedarfsplanung keine Rolle, oder? Busse: Die Mühlenkreiskliniken haben in den vergangenen Jahren zusätzliche Pflegefachkräfte gewinnen können. Ziel der Pflege ist es, Gesundheit zu fördern, Krankheiten zu verhüten, Heilung zu ermöglichen und Leiden zu lindern. Dies geschieht durch Sicherstellung einer Prozesspflege unter Anwendung von aktuellen, wissenschaftlich belegten Pflegestandards.

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