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Proppevoll: An beiden Tagen des Wochenendes strömen die Besucher auf den Adventsmarkt in Eidinghausen. Foto Elke Niedringhaus-Haasper - © Elke Niedringhaus-Haasper
Proppevoll: An beiden Tagen des Wochenendes strömen die Besucher auf den Adventsmarkt in Eidinghausen. Foto Elke Niedringhaus-Haasper | © Elke Niedringhaus-Haasper

Bad Oeynhausen 32. Weihnachtsmarkt ist Publikumsmagnet

Interessengemeinschaft Eidinghausen hat für vielfältiges Angebot gesorgt. Besucher stehen Schlange am Reibekuchenstand, am Kuchenbuffet und beim Loskauf.

Elke Niedringhaus-Haasper
02.12.2019 | Stand 02.12.2019, 20:20 Uhr

Bad Oeynhausen-Eidinghausen. Frau Pfeffer ist in Eile. Schließlich muss sie den Lebkuchenmann finden. Und das ist bei dem dichten Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt keine leichte Aufgabe. Die Zeit drängt. Denn in einer halben Stunde müssen die beiden auf der Bühne im Eidinghausener Bürgerhaus stehen und einen Querschnitt aus dem Musical „Der Lebkuchenmann“ präsentieren. Das Kleine Theater Rehme war am Wochenende nur einer der Publikumsmagneten, zu denen die Besucher strömten. Auf zwischen 2 000 und 4 000 Besucher schätzt Rainer Marotzke, der Vorsitzende der ausrichtenden Interessengemeinschaft, den Andrang. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil keine Eintrittskarten verkauft werden. Dass auch der 32. Weihnachtsmarkt in Eidinghausen mehr als gut besucht war, steht für Marotzke aber fest. „Am Samstag war es so voll, dass man den Boden unter den Füßen der Besucher nicht mehr sehen konnte“, sagt der Vorsitzende. Und freut sich über das Interesse. Das Programm sei in diesem Jahr „noch bunter“ geworden und gerade die Mischung hätte offenbar gezündet, sagt der Organisator. Und zählt einige der Programmpunkte auf: Das Saxofon Ensemble. Danse Infernale. Monsieur Momo. Blech gehabt. Verschiedene Chöre. Das Blasorchester. Und etliche Musikensembles. Auch in den acht Hütten und im Bürgerhaus gibt es alles, was das adventlich gestimmte Herz begehrt: Von selbst gestrickten Socken über traditionelle Weihnachtsgestecke, Walnussbrot und fix und fertigen Glühwein in Flaschen reicht das Repertoire. Von dem gigantischen Kuchenbuffet, für das Hausfrauen gebacken haben, mal ganz abgesehen. Deftige Eintöpfe locken genauso Schleckermäuler an wie gebrannte Mandeln und kandierte Liebesäpfel. Das Ehepaar Arno und Silvia Rodenbeck sowie Karin Heimbke legen am Glühweinstand des Ronald McDonald Elternhauses eine Pause ein und gönnen sich einen alkoholfreien Punsch. "Lecker", versichert das Trio. Nikolaus verschenkt Süßes Zwei Meter weiter strahlen die Augen der neunjährigen Nele van Helden und die ihres vier Jahre jüngeren Bruders Jule. Auf dichter Tuchfühlung genießen die Geschwister, dass sie der Weihnachtsmann, die Hauptperson des Wochenendes, einmal festdrückt, ein Schwätzchen mit ihnen hält und ihnen Tüten mit Süßigkeiten in die Hand drückt. Das sich unter der rubinroten Robe Werner Fischer, Mitglied der Interessengemeinschaft, verbirgt, wissen sie natürlich nicht. Von der Bühne um die Ecke dringt lautes Gelächter herüber. Hier zaubert der charmante Monsieur Momo sogar die Kinderbilder von Prominenten aus dem Ärmel. Natürlich unter Zuhilfenahme von magischem Wasser aus Indien. Wie sonst soll so etwas auch klappen? Die vierjährige Emelie ist begeistert. Nicht nur von dem Kleinkünstler, sondern auch von ihrem Gesicht, auf das die Prinzessin Elsa mit buntem Glitzer geschminkt wurde. Ganz viele freiwillige Helfer Lange Schlangen gibt es vor der Hütte, in der die Lose für die Tombola verkauft werden. Und das, obwohl bereits 2.500 veräußert wurden. Aufgelöst hat sich hingegen die Schlange am begehrten Reibekuchenstand. „Das war in diesem Jahr unser Renner. Und bereits Sonntagmittag waren die letzten Puffer vertilgt“, weiß Rainer Marotzke. Und noch etwas freut den Vorsitzenden der Interessengemeinschaft: „Uns haben mehr freiwillige Helfer unter die Arme gegriffen als in den Vorjahren. Das ist völlig untypisch für den Zeitgeist. Und große Freude für den Veranstalter".

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