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Die Akteure von "Feuerflut" aus Herford lassen bei ihrer eindrucksvollen Show auf der Bühne Feuerfunken fliegen. Unzählige Besucher werden Zeuge dieses Schauspiels. Fotos: Karin Prignitz - © Karin Prignitz
Die Akteure von "Feuerflut" aus Herford lassen bei ihrer eindrucksvollen Show auf der Bühne Feuerfunken fliegen. Unzählige Besucher werden Zeuge dieses Schauspiels. Fotos: Karin Prignitz | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Licht und Feuer in Lipperreihe

1.000 Besucher erleben zwei faszinierende Shows auf dem Schulhof der Grundschule. Schon nach 45 Minuten muss Glühweinnachschub besorgt werden.

Karin Prignitz
24.11.2019 | Stand 24.11.2019, 19:46 Uhr |

Oerlinghausen. Die Herbstbäume werden im Wechsel rot, grün, blau und rosa angestrahlt, Luftballonreihen, Lichterketten und riesige leuchtende Reifen zeichnen ein stimmungsvolles Bild in die Dunkelheit. Zum dritten Mal sind Schulhof und Grundschule Lipperreihe in ein farbenfrohes Lichterkleid gehüllt worden. Diesmal steht die „Lipperreiher Nachtansicht“ im Zeichen des 30. Geburtstags des Fördervereins. Klar, dass es da ganz besondere Geschenke für die unermüdlichen Akteure, vor allem aber für die Besucher gibt. Jens Schwarze und Selkie Anderson vom Showteam „Feuerflut“ aus Herford bieten den vielen Zuschauern, die sich mit entsprechendem Sicherheitsabstand vor der Außenbühne drängen, zwei atemberaubende Shows. Während ihrer Lichtershow interpretieren die Profis Songs wie den von Harry Potter mit einer Lichter-Jonglage. Im zweiten Teil stehen Feuerelemente im Vordergrund. So begeistert ist das Publikum, dass es immer wieder nach Zugaben verlangt. In der Zeit zwischen den Shows nimmt die Top-40-Band „Reaction“ der Oerly-Musikschule ihre viele Fans mit auf die legendäre „Route 66“ und die „Country Roads“, aber auch aktuelle Pop-Songs haben David Clarke, die Sängerinnen Leonita Dragusha und Leona Mehmeti, Schlagzeuger Adrian Meise, Bandleader Mark Kleinehagenbrock und sein Bruder Lauritz (Gitarre) mitgebracht. Blickfang sind die leuchtenden LED-Ballons Neben diesen Klängen wird der Schulhof in ein Duftgemisch aus Bratwurst, Pommen, Crepes, Glühwein und Kinderpunsch gehüllt. In „Kirstens kleiner Küche“ gibt es außerdem Schmalzbrote sowie wärmende Grünkohl- und Kartoffel-Möhrensuppe. Blickfang sind ohne Zweifel LED-Luftballons. 65 Stück waren von vier Frauen in drei Stunden aufgepumpt und mit bunten Lichtern bestückt worden. Innerhalb kürzester Zeit sind alle verkauft. Das Lichterfest insgesamt zu bestücken, hatte noch einmal doppelt so viel Zeit in Anspruch genommen. „Wir haben von morgens an sechs Stunden lang vorbereitet und sind gerade rechtzeitig fertig geworden“, berichtet Dennis Thon am Abend. Gemeinsam mit Jens Dressler, Michael Grimmig und Melanie Hasselberg gehört der Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Lipperreihe zum Vorbereitungsteam. Alle betonen aber ausdrücklich, dass es noch viele weitere helfende Hände gegeben hat. 20 Familien helfen bei der Vorbereitung des Festes „Ohne Mike und Anja Rose beispielsweise würde das alles hier gar nicht funktionieren.“ Sie stellen Lagerflächen zur Verfügung, helfen beim Transport, bringen sich auch ansonsten überall dort ein, wo Engagement gefragt ist, „und das, obwohl sie gar nicht zum Vorstand gehören“. 20 Familien hatten sich zudem freiwillig gemeldet, um das Fest zu dem zu machen, was es war: ein atmosphärischer Abend mit eindrucksvollen Höhepunkten und vor allem einem geselligen Miteinander. Rund 1.000 Besucher zieht es zum Festort auf dem Schulhof. „Das sind noch einmal viel mehr als im vergangenen Jahr“, sagt Melanie Hasselberg. Auffällig sei, „dass alle Generationen vertreten sind“. Auch Erwachsene, die selbst einmal hier zur Schule gegangen sind, sind unter den Gästen. Und der Glühwein ist in der Abendkälte so begehrt, dass innerhalb von 45 Minuten 130 Liter veräußert sind und schnell noch für Nachschub gesorgt werden muss. „Diese Menge hatten wir sonst in drei Stunden“, sagt Dennis Thon. Er und Jens Dressler hatten bereits in ihren Begüßungsworten allen Besuchern herzlich gedankt. „Wir sind begeistert von der großen Teilnahme.“ Thon erinnerte an den Heimatpreis, den der Förderverein erst kürzlich gewonnen hatte. „Auch die Eltern und Bürger haben ihn verdient.“ Er rief die Menschen auf, gemeinsam „eine friedliche und schöne Zeit zu verbringen“. Neben dem ehrenamtlichen Einsatz der vielen Helfer ist das Fest von lokalen Sponsoren und Unternehmern unterstützt worden. Timm Miersch hatte das Licht- und Technikequipment zur Verfügung gestellt. „Auch das“, betont Dennis Thon, „ist keineswegs selbstverständlich.“ Die Einnahmen der Lipperreiher Nachansicht“ kommen der Fördervereinsarbeit und somit einem guten Zweck zugute.

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