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Sonnenaufgang mit Ölspur-Kehren auf der B 241. - © FFW Borgentreich
Sonnenaufgang mit Ölspur-Kehren auf der B 241. | © FFW Borgentreich

Warburg/Borgentreich/Beverungen Kilometerlange Ölspur durch drei Stadtgebiete im Süden des Kreises Höxter

Die Feuerwehren aus Warburg, Borgentreich und Beverungen sind mehrere Stunden im Einsatz. Und erleben einen unruhigen Morgen auf den Straßen.

Simone Flörke
11.08.2022 | Stand 11.08.2022, 17:38 Uhr

Warburg/Borgentreich/Beverungen-Dalhausen. Das gibt’s auch nicht alle Tage: interkommunale Zusammenarbeit der Feuerwehr wegen einer Ölspur. Und das über 23 Kilometer durch drei Stadtgebiete. Und das schon morgens um 5.55 Uhr. Und dann noch ein Einsatz, der sich über drei Stunden hinzog.

So geschehen am Donnerstag in der Frühe, als zunächst die Feuerwehr Borgentreich zu einer Gefahrenstelle wegen einer Ölspur auf der Bundesstraße 241 im Bereich Borgholz gerufen wurde. Weil die Ausdehnung der Spur aber deutlich größer war, wurden weitere Einheiten informiert.

„Der Beginn der Ölspur lag in Dalhausen“, berichtet Borgentreichs stellvertretender Feuerwehrchef Elmar Nolte. Sie ging über Borgentreich bis nach Hohenwepel. „Später stellte sich heraus, dass der Lkw bis Warburg gefahren war.“ Und erst im Industriegebiet feststellte, dass er seit Dalhausen die Betriebsmittel verlor.

Nach der ersten Erkundung seien schließlich auch die Einheiten aus Lütgeneder, Rösebeck, Großeneder und Borgholz nachalarmiert worden, dazu aus dem Stadtgebiet Beverungen noch Dalhausen und Jakobsberg sowie aus der Stadt Warburg die Löschgruppen aus Dössel und Hohenwepel. Allein aus dem Borgentreicher Stadtgebiet waren es laut Nolte 65 Einsatzkräfte, zusammen mit den anderen Städten wohl mehr als 100.

Viele unvorsichtige Autofahrer

Bereiche wurden abgesperrt – dennoch verhielten sich viele Autofahrer unvorsichtig. - © FFW Borgentreich
Bereiche wurden abgesperrt – dennoch verhielten sich viele Autofahrer unvorsichtig. | © FFW Borgentreich

Über die Leitstelle des Kreises sei zudem unverzüglich eine Fachfirma angefordert worden, die die Bundesstraße maschinell reinigte. Dazu kam der Landesbetrieb Straßen NRW. Jede Stadt habe ihren Bereich abgearbeitet, so Nolte über die Beseitigung der Ölspur. „Die Führungskräfte der drei Städte koordinierten sich untereinander, um schnellstmöglich die Gefahrenlage zu bekämpfen“, sagt er.

Es seien Bereiche abgesperrt worden, damit die Einsatzkräfte ihre Arbeit tun konnten. Doch: „Dabei fiel deutlich auf, wie unvorsichtig viele Autofahrer an den Einsatzstellen vorbeifuhren, obwohl deutlich weithin eine Gefahrenlage zu erkennen war“, so Nolte.

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