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Geschafft: Jürgen Jacobi hat sein Wunschkennzeichen. - © Hermann Ludwig
Geschafft: Jürgen Jacobi hat sein Wunschkennzeichen. | © Hermann Ludwig

Warburg Stundenlanges Warten auf die ersten neuen WAR-Kennzeichen

Die extra eingelegte Sonderschicht wurde von vielen Autofahrern im Warburger Land genutzt. 3.200 Voranmeldungen gibt es bis jetzt für das WAR-Kennzeichen

Hermann Ludwig
08.11.2019 | Stand 08.11.2019, 20:42 Uhr

Warburg. „Ob man mich wohl vorlässt, wenn ich nicht der Erste bin in der Warteschlange für das WAR-Kennzeichen", das hatte sich Hans-Gerd Sander noch gefragt, aber Freitagmittag um 13 Uhr durfte sich der Initiator für das WAR-Kennzeichen als erster Warburger das WAR-Kennzeichen holen. Applaus brandete auf, als Sander dann vor mehr als 30 Wartenden in der Zulassungsstelle als Erster das WAR-Kennzeichen präsentierte. WAR ZS 111, stolz zeigte Sander das neue Kennzeichen, zuvor war an seinem Nissan Navara die Kombination HX ZS 111 angebracht. „Mich hat die Wertschätzung meines Einsatzes gefreut", sagt Sander. Genau genommen wäre eigentlich Ulrich Thöne an der Reihe gewesen, der aber gerne Sander den Vortritt ließ. Bereits um elf Uhr hatte sich Ulrich Thöne als Allererster für die Sonderöffnungszeit registriert. Mit dem personalisierten WAR-Kennzeichen verließ dann auch Thöne um kurz nach 13 Uhr nach etwas mehr als zwei Stunden Wartezeit die Zulassungsstelle. Drei Mitarbeiterinnen machten sogar Überstunden, um den Andrang zu bewältigen. Einige Interessenten drehen direkt um „Wir wollten mit diesem Einsatz die Zulassungsstelle zu den normalen Öffnungszeiten entlasten. Mit diesen Sonderöffnungszeiten haben wir den Andrang hoffentlich entzerrt", sagte Kreis-Pressesprecher Thomas Fuest. „Das war für uns ein zugebundener Sack, wie viele gleich sofort das Kennzeichen haben wollen", meinte Fuest. „Insgesamt sind rund 3.200 Reservierungen für WAR-Wunschkennzeichen eingegangen. Wenn alle innerhalb kürzester Zeit ihr Fahrzeug umkennzeichnen möchten, dann wird das ein enormer Mehraufwand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zulassungsstelle", meinte der Pressesprecher. Angesichts des großen Andrangs in den ersten beiden Stunden machten allerdings auch einige Interessenten für das Kennzeichen wieder kehrt, als sie die lange Schlange vor der Tür der Zulassungsstelle sahen. „Die Maschine läuft schon heiß", meinte Anneliese Floren schmunzelnd, während sie ein weiteres Kennzeichen in die Prägemaschine schob. An normalen Tagen sind etwa 40 bis 50 Kennzeichen zu fertigen, am Freitag waren es weit mehr. Trotz der vielen Arbeit ließ sie sich ihre gute Laune nicht nehmen und half damit, die Stimmung zu lockern. Viele Gespräche entspannen sich zwischen den Wartenden, oftmals war die Frage Thema, warum es mit der Umsetzung des WAR-Kennzeichen jetzt auf einmal so schnell ging. Für Hans-Gerd Sander liegt die Erklärung nah: „Die Lokalpolitiker wollten dieses Thema aus dem Wahlkampf heraus halten und schon vor der nächsten Kommunalwahl einen Erfolg präsentieren", so Sander. 2012 hatte das Ansinnen Sanders und vieler Mitstreiter im Kreistag keine Mehrheit gefunden. Hans-Gerd Sander war jedoch hartnäckig geblieben und verfolgte das Ziel weiter. Bezug zu Warburg wird sichtbar Dafür erntete er in den sozialen Medien und gestern bei vielen Autofahrern aus dem Warburger Land große Anerkennung. „Wir haben ja jetzt auch ein Heimatministerium und die Ministerin hat darauf hingewiesen, dass man die regionale Identität stärken sollte", erläutert Hans-Gerd Sander Gleich mit sechs WAR-Kennzeichen verließen Waltraud und Ludger „Lolli" Meyer gestern die Zulassungsstelle. Die Dienstfahrzeuge von Gleibs & Meyer in Calenberg und auch die Privatfahrzeuge werden gleich umgekennzeichnet. „Wir freuen uns, dass wir wieder unseren persönlichen Bezug zu Warburg zeigen können", erklärt Waltraud Meyer. An den Dienstbulli kommt jetzt das Kennzeichen WAR VW 1, das private Cabrio wird mit WAR WM 1 gekennzeichnet. Begeistert ist auch Jürgen Jacobi, dass er sein Wunschkennzeichen WAR JJ 4 so schnell erhalten hat. „Das Kennzeichen habe ich früher an meinem Motorrad gehabt, jetzt kann ich es für meinen PKW nutzen", freut sich Jacobi, der einer der Ersten war, über die schnelle Umsetzung. „Du kannst eine Nummer ziehen und dann erst in Ruhe zu Hause noch einen Kaffee trinken", hieß es zunächst für die Neuankömmlinge bei der Zulassungsstelle. Am späteren Nachmittag war die Lage an der Zulassungsstelle dann auch schon viel entspannter. Das bestätigt auch Thomas Fuest vom Kreis Höxter: „Insgesamt haben bis 18 Uhr 55 Kunden eine Wartemarke gezogen. 86 Umkennzeichnungen gab es insgesamt, alle Kunden konnten bedient werden. Bis 15 Uhr war der größte Ansturm mit bis dahin insgesamt 40 Kunden. Danach wurde es ruhiger."

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