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Nach Angaben der Klinikleitung sind derzeit rund 50 Ärzte und 270 Mitarbeiter in den Bereichen Pflege, Medizintechnik, Verwaltung und Funktionsdienste im Warburger Haus des Helios-Konzerns tätig. - © Dieter Scholz
Nach Angaben der Klinikleitung sind derzeit rund 50 Ärzte und 270 Mitarbeiter in den Bereichen Pflege, Medizintechnik, Verwaltung und Funktionsdienste im Warburger Haus des Helios-Konzerns tätig. | © Dieter Scholz

Warburg Einigung: Mehr Geld für Warburger Klinik-Mitarbeiter

Helios und Verdi erzielen Einigung mit Entgeltplus und einer Einmalzahlung

Dieter Scholz
10.10.2019 | Stand 10.10.2019, 20:50 Uhr

Warburg. Helios und die Gewerkschaft Verdi haben sich am Donnerstag nach einer sechsstündigen Tarifrunde geeinigt. „Die Mitarbeiter des Warburger Krankenhauses erhalten eine schrittweise Entgeltsteigerung von insgesamt 7,6 Prozent bei einer Laufzeit bis Ende 2020", teilt die Geschäftsführung mit. Zudem gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro. Die Ausbildungsvergütung erhöht sich um 150 Euro. Auszubildende, die in diesem Jahr beginnen, erhalten zudem einen Laptop. Weiter verständigten sich die Tarifpartner, im kommenden Jahr Verhandlungen zur Überleitung in den Helios-Konzerntarifvertrag aufzunehmen. Die Einigung bedarf noch der Zustimmung der Verdi-Mitgliederversammlung am 23. Oktober. „Wir freuen uns, dass wir in drei intensiven Verhandlungsrunden eine Einigung mit Verdi erzielen konnten", sagte Klinikgeschäftsführer Volker Seifarth nach dem Abschluss. Mit dem „deutlichen Entgeltplus" werde ein klares Signal an die Mitarbeiter gegeben, „dass wir auf attraktive Bedingungen für ihre Arbeit setzen". Mit der Einmalzahlung wolle die Klinik-Leitung nochmals ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen. „Mit dem Ergebnis können wir leben" „Mit dem Ergebnis können wir gut leben", sagte Betriebsratsvorsitzender Bernhard Michels mit Blick auf die Entgelttabelle. In drei Stufen werden die Gehälter steigen. Im Frühjahr werde dann über die Überleitung in den Konzerntarifvertrag, der weitgehend dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) angeglichen sei, verhandelt. Damit werde der bisherige Haustarifvertrag aufgegeben, erklärt Michels. Wie Beschäftigte und Gewerkschaft berichteten, hatten die Gehälter um bis zu sieben Prozent niedriger als an öffentlichen Krankenhäusern betragen. Nach einer ersten Gesprächsrunde hatte die Klinikleitung einen neuen Haustarif vorgelegt. Dessen Konditionen sollten aber erst in zwei Jahren gelten. Für Gewerkschaft und Betriebsrat in dieser Form nicht annehmbar. Für die Gewerkschaft stand nicht nur das aktuelle Entgelt, sondern die grundsätzliche Angleichung an den TVöD auf der Agenda. Zudem sollte über den neuen Eingruppierungstarifvertrag, der die generelle Zuordnung der Berufe zu bestimmten Gehaltsgruppen regelt, gesprochen werden. Auch Sonderzahlungen und Arbeitszeiten hatte Verdi-Vertreter Volker Hoppmann zum Thema der Runde machen wollen. Dagegen hatte die Klinik-Leitung angekündigt, den TVöD in keinem Fall in Anwendung zu bringen. Um die Geschäftsführung des 137-Betten-Hauses auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen, hatte die Belegschaft im September mit einer Aktiven Mittagspause „ein deutliches Signal", so Michels, an die Warburger Chefetage und die Helios-Konzernzentrale in Berlin gesandt.

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