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Die Teilnehmer der Premierenfahrt. - © LGS
Die Teilnehmer der Premierenfahrt. | © LGS

Landesgartenschau Mit der Bimmelbahn geht's von Höxter aus durchs Weserbergland

Das Fahrzeug wirbt nicht nur für die Gartenschau im kommenden Jahr, sondern kutschiert Gäste auch von Höxter nach Holzminden. So kommt das Angebot bei den Leuten an.

08.11.2022 , 02:15 Uhr

Höxter. Von diesem Ausflug kann Lia im Kindergarten erzählen: Die Vierjährige ist mit ihrer Familie bei der Jungfernfahrt der Gartenschau-Bimmelbahn dabei. An einem strahlend-sonnigen Novembermorgen nehmen 30 Gewinner und Gewinnerinnen auf dem Betriebshof von Risse Reisen in Höxter Platz in den Waggons.

Es geht nach Holzminden zum „Herbstglühen“. „Alle bitte auf der rechten Seite einsteigen“, lautet die Anweisung. Vorn am Steuer der Elektro-Bahn sitzt nicht Lukas, der Lokomotivführer, sondern Lothar, der Busfahrer (Mathias). Was die Bimmelbahn von einem Bus unterscheidet? „Sie ist erst einmal viel langsamer unterwegs, aber trotz ihrer gut 18 Meter Länge recht wendig“, sagt er.

Mit maximal 25 Stundenkilometern kann die noch namenlose Bahn durch die Gegend rollen – doch das fühlt sich auf dem Radweg Richtung Holzminden schon relativ flott an.

Die Weser blitzt in der Sonne

Die Aussicht aus der Bahn kann sich sehen lassen. - © LGS
Die Aussicht aus der Bahn kann sich sehen lassen. | © LGS

Nach wenigen Minuten tauchen die Doppeltürme des Corveyer Westwerks auf, kurz darauf erreicht die Bahn die Weser, die heute blau in der Sonne glitzert. „Ist das nicht herrlich“, geraten die Bahn-Insassen ins Schwärmen und stimmen prompt das Weserlied an.

Erstaunte Radfahrer werden „angebimmelt“, Lia entdeckt Enten und Rinder am Ufer. „Nicht zu weit hinauslehnen“, mahnt die Mama. Auf Höhe der Tonenburg raschelt das Laub unter den Reifen.

Manchmal werden die Bimmelbahn-Gäste ein bisschen durchgerüttelt und geschüttelt – das erhöht den Spaßfaktor. Wer schlau ist, hatte wegen des frischen Herbstwindes an Mütze, Schal oder Stirnband gedacht. Seitliche Glasscheiben schützen vor zu viel Zug im Zug.

Halbe Stunde bis Holzminden

Etwa eine halbe Stunde ist vergangen, ehe die Gartenschau-Bahn Holzminden erreicht. In der Nähe des Marktplatzes ist Endstation. Dort warten schon Holzmindens Bürgermeister Christian Behlke und Gartenschau-Elfe Holli auf die Gäste.

Auch Lothar Mathias hält die Premiere für geglückt: „Hat super geklappt. Es hat allen gut gefallen“, lautet sein Fazit. Zuletzt war die Bahn in Bad Lippspringe im Einsatz, aber jetzt hat sie auf alle Fälle das Weserbergland erobert.

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