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Für Paul Seydell ist vor allem die Zeit vor der Landesgartenschau arbeitsintensiv: Der 26-Jährige betreut als Bauherrenvertreter alle Bauprojekte. - © Claudia Warneke
Für Paul Seydell ist vor allem die Zeit vor der Landesgartenschau arbeitsintensiv: Der 26-Jährige betreut als Bauherrenvertreter alle Bauprojekte. | © Claudia Warneke

Höxter Landesgartenschau in Höxter: Das sind die Menschen, die sie möglich machen

Viele Menschen sorgen dafür, dass die Landesgartenschau im kommenden Frühjahr starten kann. Oft verrichten sie ihre Arbeit hinter den Kulissen. Eine neue Serie soll den Fleißigen ein Gesicht geben.

04.08.2022 | Stand 04.08.2022, 14:04 Uhr

Höxter. Als Paul Seydell das erste Mal eine Landesgartenschau besuchte, war er gerade mal neun Jahre alt. „Schon als Kind haben meine Eltern und ich jedes Jahr Gartenschauen besucht“, sagt der 26-Jährige. „Irgendwann habe ich eine richtige Begeisterung dafür entwickelt und heute arbeite ich sogar hier.“ Bei der Landesgartenschau koordiniert Paul Seydell seit Februar 2022 als Bauherrenvertreter alle Bauprojekte.

Erste Erfahrungen als Garten- und Landschaftsbauer sammelte er als Jugendlicher im elterlichen Betrieb. „Nach meiner Ausbildung zum Landschaftsgärtner an der Schweizer Grenze und auf der schwäbischen Alb habe ich in Osnabrück Freiraumplanung studiert“, sagt Paul Seydell. 2016 nahm er am Landschaftsgärtner-Cup Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau Öhringen teil. „Dort können die Nachwuchsteams der besten Landschaftsgärtner ihr Können zeigen. Innerhalb von sieben Stunden mussten wir einen Garten anlegen“, sagt er. Paul Seydell belegte mit seinem Team den zweiten Platz.

Als der 26-Jährige die Stellenanzeige für die Landesgartenschau Höxter sah, bewarb er sich, ohne zu zögern. „Für Garten- und Landschaftsbauer sind Landesgartenschauen immer ganz besondere Projekte“, erzählt er. „Zu beobachten, wie sich geplante Pflanzungen entwickeln, ist immer wieder spannend.“ Höxter kannte er vorher nur als Standort fürs Studium der Freiraumplanung.

Für Paul Seydell ist vor allem die Zeit vor der Landesgartenschau arbeitsintensiv. „Da die Bauprojekte im Vorfeld stattfinden und pünktlich zur Eröffnung abgeschlossen sind, habe ich jetzt viel zu tun.“ Danach folgt der Rückbau, den der Bauherrenvertreter koordinieren muss. „Das ist aber nicht so aufwendig wie die Zeit vor der Eröffnung.“ Deshalb freut er sich ganz besonders auf 2023: „Dann kann ich die Landesgartenschau einfach in vollen Zügen genießen und ein halbes Jahr lang die Fertigstellung dieses schönen Projektes feiern.“

Landesgartenschau soll die Attraktivität von Höxter steigern

Als feststand, dass Höxter die Landesgartenschau ausrichten wird, war Pia Schöning die erste Mitarbeiterin, die im Sommer 2019 eingestellt wurde. Die 28-Jährige ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. - © www.claudiawarneke.de
Als feststand, dass Höxter die Landesgartenschau ausrichten wird, war Pia Schöning die erste Mitarbeiterin, die im Sommer 2019 eingestellt wurde. Die 28-Jährige ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. | © www.claudiawarneke.de

Für den Job bei der Landesgartenschau ist auch Pia Schöning 2019 bewusst nach Höxter gezogen. „Nach meinem Studium und Volontariat habe ich in Mainz als Redakteurin beim Fernsehen und bei einer Online-Zeitung gearbeitet. Mainz ist zwar eine schöne Stadt, aber ich wollte gerne zurück in die Heimat“, sagt die gebürtige Göttingern, die dank ihrer hier ansässigen Familie Höxter schon von klein auf kennt. „Da ich wusste, dass Höxter den Zuschlag für die Landesgartenschau bekommen hat, habe ich mich initiativ für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beworben.“

Die 28-Jährige ist sich sicher, dass die Landesgartenschau noch viele weitere junge Familien dazu bringen wird, sich in der Kleinstadt anzusiedeln. „Ich sehe das in meinem Freundeskreis: Nach dem Schulabschluss sind fast alle erst einmal weggezogen. Jetzt, zehn Jahre später, zieht es viele wieder zurück in die ländliche Heimat. Die Landesgartenschau macht Höxter dafür so viel attraktiver. Und die Stadt braucht einfach junge Familien, die hierbleiben möchten.“

2023 wird Pia Schöning nicht nur beruflich, sondern auch privat viel Zeit auf der Landesgartenschau verbringen. „Ich freue mich am meisten darauf, mit meiner Tochter die drei neuen Spielplätze zu erkunden.“ Auch auf das bunte Klassenzimmer mit Kursen zum Thema Umwelt für Kinder freut sie sich. „Das Programm wird so spannend. Ich würde am liebsten alle Kurse selbst besuchen.“

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