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Ideen der Bürger: Die Fördervereinsmitglieder Friedhelm Blase (v. l.), Madeline Sprock und Ulrike Drees übergeben das Heft der LGS-Geschäftsführerin Claudia Koch. - © Mathias Brüggemann
Ideen der Bürger: Die Fördervereinsmitglieder Friedhelm Blase (v. l.), Madeline Sprock und Ulrike Drees übergeben das Heft der LGS-Geschäftsführerin Claudia Koch. | © Mathias Brüggemann

Höxter 300 Ideen für die Landesgartenschau in Höxter

Förderverein übergibt Liste mit Vorschlägen von Bürgern

Mathias Brüggemann
15.06.2019 | Stand 14.06.2019, 20:03 Uhr

Höxter. Die Resonanz war enorm, die Ideen sind vielfältig. Rund 300 Vorschläge aus der Bevölkerung zur Gestaltung der Landesgartenschau (LGS) 2023 in Höxter hat der LGS-Förderverein gesammelt, zusammengefasst und nun in gedruckter Form der LGS-Geschäftsführerin Claudia Koch übergeben. Der Förderverein hatte eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema "Projekte" ins Leben gerufen, die diese Ideen, die größtenteils bei der Auftaktveranstaltung und auf dem Huxori-Markt gesammelt wurden, gesichtet, geordnet und kategorisiert hat. Mit dieser Ideensammlung wolle man den Architekten etwas an die Hand geben, "damit sie ein Gefühl dafür bekommen, was den Menschen hier wichtig ist", sagte die Fördervereinsvorsitzende Ulrike Drees bei der Übergabe des neun Seiten starken Heftes. Insektenfreundlich und torffrei "Eines zieht sich wie ein roter Faden durch diese Ideensammlung: Die Bürger wünschen sich eine insektenfreundliche und torffreie Landesgartenschau", hob sie hervor. Auch die heimische ökologische Vielfalt, wie zum Beispiel die Mauerfugenvegetation am Weserufer, die heimischen Orchideen oder andere seltene Pflanzen sollten auf der Landesgartenschau inszeniert werden, ist der Wunsch mehrerer Bürger. Des Weiteren vorgeschlagen wurden unter anderem ein Baumwipfelpfad, Bootsanleger in der Nähe der Innenstadt, eine Bimmelbahn zum Transport der Besucher, die Einbeziehung von Künstlern und Schulklassen, Pontons auf der Weser, damit die Besucher von Ufer zu Ufer laufen können, ein Sinnesgarten für Menschen mit Demenz, ein Glaubensgarten als Begegnung der Religionen, Events für junge Leute zum Beispiel mit einem Beachvolleyballturnier, Straßentheater, frei verfügbare Fahrräder, genügend Sitzflächen, Kutschenverkehr, ein Wasser-Taxi von Holzminden nach Höxter, Kunst entlang der Weser, für Kinder den freien Zugang zu den Spielplätzen, keine Umleitung des R 1, ein Weser-Hochseilgarten am Ufer oder am Hafen oder ein Drachenbootrennen auf der Weser. "Gespannt, wie die Architekten damit umgehen" LGS-Geschäftsführerin Claudia Koch freute sich über das große Interesse der Bevölkerung und die vielen Vorschläge. "Ich bin total gespannt, wie die Architekten damit umgehen." Sicherlich könne nicht jede Idee realisiert werden, mancher Vorschlag würde sich vielleicht auch für die Zeit nach der Landesgartenschau eignen. Noch im Sommer wird nach Auskunft Kochs der Planungs- und Realisierungswettbewerb für die Landesgartenschau europaweit ausgeschrieben. Zum Ende des Jahres, schätzt sie, dürften die Planungsvorschläge der Architekten vorliegen.

realisiert durch evolver group