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Sonnenuntergang in der Egge: Deutlich zu warm war der August in diesem Jahr. Dafür gab es viel Sonnenschein und manch schönen Sonnenuntergang. - © Josef Köhne
Sonnenuntergang in der Egge: Deutlich zu warm war der August in diesem Jahr. Dafür gab es viel Sonnenschein und manch schönen Sonnenuntergang. | © Josef Köhne

Kreis Höxter Der August im Kreis Höxter: zu trocken, zu warm, sehr sonnig

Die Station in Beverungen liefert spannende Zahlen

David Schellenberg
10.09.2019 | Stand 10.09.2019, 17:18 Uhr

Beverungen/Kreis Höxter. Die Witterung im August ähnelte verblüffend derjenigen des Vormonats: zu trocken, zu warm und sehr sonnenscheinreich. So fasst der Wetterexperte Hermann-Josef Sander die Daten der Wetterstation Beverungen-Drenke des Heimat- und Verkehrsvereins Beverungen in seiner Bilanz zusammen. So viele Hitzetage gab es So herrschte im ersten Monatsdrittel bei Höchsttemperaturen zwischen 23,2 Grad und 27,1 Grad angenehm warmes Sommerwetter, im zweiten dann ein etwas kühlerer und vor allem wechselhafter Witterungsabschnitt; und im letzten Monatsdrittel wurde es dann wieder zunehmend schwülheiß. Nur ein einziges Mal lag die Tageshöchsttemperatur geringfügig unter 20 Grad; den Spitzenwert von 32,6 Grad gab es am 26. August, der aber den bisherigen Maximalwert in Drenke vom 12. August 2003 noch um fünf Grad verfehlte. Insgesamt elf Sommer- und fünf Hitzetage sorgten für die mittlere Temperatur von 19,4 Grad, die den langjährigen Referenzwert um 3,4 Grad übertraf. Im August 2003 hatte die mittlere Monatstemperatur sogar 20,8 Grad betragen. In den vergangenen 20 Jahren ist der August übrigens ganze 17 Mal zu warm gewesen. Die jeweilige Mitteltemperatur bewegte sich zwischen 15,4 Grad (2006) und 20,8 Grad (2003) – statistisch fiel jeder Augustmonat um 2,1 Grad zu warm aus. So oft schien die Sonne Sonnenschein gab’s erneut satt: Mit 243 Sonnenscheinstunden (August 2006: 114,8 Stunden) war es der bislang viertsonnenscheinreichste August seit Bestehen der Wetterstation. Bis einschließlich August schien die Sonne in diesem Jahr bereits 1.538,2 Stunden, während beispielsweise im gesamten Jahr 2002 lediglich 1.054,7 Stunden verzeichnet werden konnten. Der meiste Regen fiel an nur zwei Tagen Mit 53,7 Millimetern (Kernstadt Beverungen: 31,5 Millimeter) Niederschlag war es um 20 Prozent zu trocken, wobei es zu berücksichtigen gilt, dass fast die Hälfte des Niederschlags an nur zwei Tagen fiel. Wegen der Trockenheit und des damit einhergehenden niedrigen Wasserstandes der Weser musste die Schifffahrt bereits Ende August eingestellt werden. Aber: Im ebenfalls sehr niederschlagsarmen Jahr 1991 konnten die Schiffe schon ab Anfang August nicht mehr fahren. Der Rückblick auf die Niederschlagsmengen in den jeweiligen Augustmonaten der vergangenen 20 Jahre zeigt 10 zu trockene und 10 zu nasse Monate – die Spanne der Niederschlagsmenge bewegte sich in diesem Zeitraum zwischen 19,1 Millimetern (2018) und 125,4 Millimetern (2007) – , aber statistisch erreichte jeder August wie auch schon der Juli exakt das langjährige Soll, das für August bei 67 Millimetern liegt. Das ist die Bilanz des Sommers Im meteorologischen Sommer (Juni – August) fielen an 35 Tagen (Vorjahreszeitraum: 29 Tage) 160,2 Millimeter Niederschlag (Vorjahr: 74,4 Millimeter). Es gab insgesamt 30 Sommer- und 15 Hitzetage (Sommer 2000: 11 Sommer-, 5 Hitzetage; Sommer 2018: 27 Sommer-, 29 Hitzetage). Mit der Mitteltemperatur von 18,9 Grad (Sommer 2018: 19,8 Grad – 2,9 Grad über dem langjährigen Referenzwert – war es der drittwärmste Sommer der vergangenen 20 Jahre. So lange betreibt der Heimat- und Verkehrsverein Beverungen die Station bereits.

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