Links ist das Hauptgebüde des Seniornheims zu sehen. Der Anbau wird in der Höhe bis zur dritten Fensterreihe reichen. Rechts ist das Haus zu sehen, dessen Besitzer nicht verkaufen wollte. - © Torsten Wegener
Links ist das Hauptgebüde des Seniornheims zu sehen. Der Anbau wird in der Höhe bis zur dritten Fensterreihe reichen. Rechts ist das Haus zu sehen, dessen Besitzer nicht verkaufen wollte. | © Torsten Wegener

Beverungen Anlieger scheitern: Beverunger Seniorenheim darf erweitert werden

Rat lehnt Anwohnerantrag ab.

Torsten Wegener
09.07.2019 | Stand 08.07.2019, 19:57 Uhr

Beverungen. Anlieger der Straße Bauhof sind mit ihren Antrag gescheitert, den geplanten Anbau des Seniorenheims St.-Johannes-Baptist in der Stockwerkhöhe zu begrenzen. Die Beverunger Verwaltung und auch der Kreis Höxter als Genehmigungsbehörde sehen alle Baurichtlinien vom Bauherrn eingehalten. Der Beverunger Rat stimmte deshalb mehrheitlich dem geplanten Bauvorhaben zu. „Wir sind schon seit Jahren dran, den Anbau zu planen", sagt Johannes Brune, Technischer Leiter der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE). Letztendlich sei man dabei in Höhe und Abstand zu den Bestandsgebäuden auch entgegen gekommen. Drei Stockwerke geplant Vier Häuser hatte die KHWE in der Straße „Bauhof" auf der Südseite gekauft und für das Vorhaben abreißen lassen. Ein Anliegerpaar bleibt jedoch standhaft und will weiterhin in seinem Eigenheim wohnen. Nach dem Abriss folgte nun die Detailplanung für den Anbau. Neben dem Erdgeschoss sind drei weitere Stockwerke geplant. Der Baukörper des Neubaus rückt allerdings hinter der alten Baulinie zurück und das oberste Geschoss wird nur als Staffelgeschoss ausgebildet. Das heißt, das oberste Geschoss ist eine gegenüber den Außenwänden eines Gebäudes zurückstehende Etage. Dabei weist das Staffelgeschoss eine geringere Grundfläche als die darunter liegenden Geschosse auf. Entscheidend sei aber vor allem, so Brune, dass der Anbau niedriger ist als das Hauptgebäude des Seniorenheims. Antrag auf maximal zwei Obergeschosse Die noch vorhandenen Anlieger der Straße Bauhof beantragen jedoch, die Bebaubarkeit für den Bereich Bauhof auf ein Erdgeschoss und zwei weitere Obergeschosse zu begrenzen. Sie begründen ihren Antrag mit der Dimension des Bauvorhabens. Dadurch würden die angrenzenden Gebäude und Grundstücke dermaßen verschattet (Südseite), dass die Wohn- und Lebensqualität enorm beeinträchtigt werde und für die Bewohner der Straße Bauhof der Charakter eines Gefängnisinnenhofes geschaffen würde. „Der Bauherr müsste sich laut Gesetz deshalb an die umliegende Bebauung halten", sagte Anwohner Lothar Richter. Während Richter dies auf die Wohnhäuser bezieht, sagt die KHWE, dass sie ja schon deutlich niedriger baue, als das vorhandene Hauptgebäude und somit auf den Bestand eingehe. Die von den Anwohnern befürchteten Beeinträchtigungen werden von der KHWE und der Verwaltung nur als sehr gering eingeschätzt. CDU und SPD lehnen ab CDU und SPD stimmten letztendlich dafür, den Antrag der Anwohner abzulehnen. Auch weil die Stadt Beverungen sich bisher immer für das Bauvorhaben ausgesprochen habe und auch der Rat nach den Infoveranstaltungen keine Bedenken vorgebracht habe. FDP und Grüne enthielten sich der Stimme. Lediglich Ratsherr Günter Spieker (SPD) stimmte für den Antrag. „Ich habe mir vor Ort ein genaues Bild gemacht und kann die Sorgen der Anlieger verstehen." Die KHWE wird in dem Anbau Räume für die Caritas bereitstellen, betreutes Wohnen ermöglichen und Einzelzimmer erstellen. „Der Trend geht eindeutig dahin, dass man für die Heiminsassen Einzelzimmer benötigt. Doppelzimmer sind schwer zu vermitteln", erklärt Brune.

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