Urteil vor dem Landgericht in Kassel: Ein 47-Jähriger muss wegen mehrerer Vergewaltigungen für mehr als 11 Jahre ins Gefängnis. - © Pixabay
Urteil vor dem Landgericht in Kassel: Ein 47-Jähriger muss wegen mehrerer Vergewaltigungen für mehr als 11 Jahre ins Gefängnis. | © Pixabay

Kassel/Beverungen Mehr als 11 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung für Vergewaltiger

Landgericht Kassel: Für die Vergewaltigung von vier Frauen und für weitere Straftaten ist ein 47-Jähriger zu einer langen Haftstrafe und anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Die Verteidigung kann Berufung einlegen.

Marc Schröder

Kassel/Beverungen. Für die Vergewaltigung von vier Frauen ist ein 47-Jähriger, der eine seiner Taten in Beverungen verübt hat, schuldig gesprochen worden. Zudem werden ihm weitere Gewalttaten und sexueller Missbrauch einer hilflosen Person zugerechnet. Am Landgericht Kassel wurde er am Donnerstag zu 11 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Zusätzlich ordnete die Kammer eine anschließende Sicherungsverwahrung. Der Schuldspruch vor der ersten Strafkammer des Kassler Landgerichts umfasst gleich mehrere schwere Straftaten, wie der Landgerichtssprecher, Richter Wolf Winter, am Donnerstag gegenüber nw.de bestätigt. Einen Teil seiner Taten hat der Mann aus Nordhessen bereits während des Prozesses gestanden. Letztlich sieht das Gericht mehrere schwere Rechtsverstöße des Angeklagten als erwiesen an. In der Zeit von 2012 bis 2015 soll er vier Vergewaltigungen begangen haben, zwei davon in Tateinheit mit Körperverletzungen. Bei einer der Taten außerdem noch mit einer schweren Körperverletzung und anschließender Nötigung des Opfers. Ein Fall sexuellen Missbrauchs einer hilflosen Person und die schwere Verletzung des Persönlichkeitsrechts werden durch das Gericht ebenfalls als erwiesen angesehen. Der 47-Jährige soll eine hilflose Frau ausgezogen und dann fotografiert haben. Die Bilder verschickte er zudem über einen Messenger-Dienst. Revision ist wahrscheinlich Das Landgericht sah außerdem eine weitere gefährliche Körperverletzung und zwei Körperverletzungen sowie zweimaliges Fahren unter Alkoholeinfluss als erwiesen an. Weitere Punkte der umfangreichen Anklage gegen den Mann wurden nicht als erwiesen angesehen, weshalb er von diesen freigeprochen wurde. Für die im Schuldspruch gewürdigten Taten wurde der Mann zu insgesamt 11 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Zusätzlich ordnete das Landgericht eine anschließende Sicherheitsverwahrung an. Auch sein Führerschein wird für sechs Monate eingezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, innerhalb einer Woche kann die Verteidigung des Mannes Revision einlegen. Landgerichtssprecher Winter hält es hinsichtlich des Strafumfangs und des Umfangs der Urteilsbegründung für wahrscheinlich, dass Rechtsmittel eingelegt werden.

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