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Symbolik: Auf dem Kellerplatz vor dem Rathaus skizzierte die Schülervertretung der Sekundarschule das Schicksal der 80 jüdischen Mitbürger während der Nazizeit von 1933 bis 1945 , dargestellt mit 80 Figuren. Bilder auf der Leinwand unterstützten das Gesprochene. Hier ist gerade ein Aufmarsch der Nationalsozialisten auf dem Platz vor dem Rathaus zu sehen. FotoS: Torsten Wegener - © Torsten Wegener
Symbolik: Auf dem Kellerplatz vor dem Rathaus skizzierte die Schülervertretung der Sekundarschule das Schicksal der 80 jüdischen Mitbürger während der Nazizeit von 1933 bis 1945 , dargestellt mit 80 Figuren. Bilder auf der Leinwand unterstützten das Gesprochene. Hier ist gerade ein Aufmarsch der Nationalsozialisten auf dem Platz vor dem Rathaus zu sehen. FotoS: Torsten Wegener | © Torsten Wegener

Beverungen Beverunger Sekundarschüler erinnern an das Schicksal der Juden während der NS-Zeit

Gedenkfeier vor dem Rathaus

Torsten Wegener
01.02.2018 | Stand 31.01.2018, 18:59 Uhr
41 Kerzen und eine Figur: Sie symbolisieren die ermordeten Juden aus Beverungen und den einzigen jüdischen Mitbürger, der sein Leben in Beverungen nach dem Krieg fortsetzte. - © Torsten Wegener
41 Kerzen und eine Figur: Sie symbolisieren die ermordeten Juden aus Beverungen und den einzigen jüdischen Mitbürger, der sein Leben in Beverungen nach dem Krieg fortsetzte. | © Torsten Wegener

Beverungen. 80 Holzfiguren sind auf einem Tisch vor dem Beverunger Rathaus aufgestellt. Sie stehen für die 80 jüdischen Mitbürger, die 1933 in Beverungen lebten, zum Zeitpunkt der Machtergreifung der Nationalsozialisten in der Weimarer Republik. Die nationalsozialistische Politik hinterließ auch im beschaulichen Beverungen gravierende Spuren für die jüdische Bevölkerung. Nach und nach mussten die Figuren vom Tisch genommen werden, denn die Mitbürger flohen ins Exil. Doch 41 Figuren mussten durch Kerzen ersetzt werden, denn so viele Judenüberlebten den Holocaust. nicht. Und nur eine Figur kam zurück auf den Tisch, denn mit Leopold Rosenstein setzte nur ein jüdischer Mitbürger sein Leben nach dem Kriegsende direkt in Beverungen fort.