Wie ein abgefahrener Autoreifen: Der Kunstrasenplatz des Iburg-Stadions muss dringend erneuert werden. - © (Archivbild) Privat
Wie ein abgefahrener Autoreifen: Der Kunstrasenplatz des Iburg-Stadions muss dringend erneuert werden. | © (Archivbild) Privat

Bad Driburg Sportplatzsanierung in Bad Driburg deutlich teurer als gedacht

Die Stadt will die Mehrkosten übernehmen

Burkhard Battran
09.07.2019 | Stand 09.07.2019, 17:21 Uhr

Bad Driburg. Für die Erneuerung des Kunstrasenplatzes im Iburg-Stadion war bislang von Kosten in Höhe von 280.000 Euro ausgegangen. Damit wären die Stadt und der TuS wohl auch hingekommen. Allerdings ist bei einer Begutachtung jetzt aufgefallen, dass unter dem Kunstrasenbelag keine ausreichende Dämpfungsschicht besteht. „Juristisch müsste hierfür die Firma haften, die damals den Platz hergestellt hat, aber diese Firma gibt es nicht mehr", erklärte Baudezernent Martin Kölczer am Montag im Finanzausschuss der Stadt. Dadurch haben sich die Kosten um 86.000 Euro auf 366.000 Euro erhöht. Kork statt Kunststoff-Granulat Der Ausschuss hat einstimmig beschlossen, die Mehrkosten in voller Höhe zu übernehmen. Was die Herstellung des Platzes angeht, bleibt es bei der Aufteilung, dass die Stadt 70 Prozent der Kosten trägt und der TuS sich mit 30 Prozent beteiligt. Bauherr der Sportplatzsanierung ist der TuS. Auch das Thema Mikroplastik wurde diskutiert. Um schädliche Umweltauswirkungen zu reduzieren, hat der Ausschuss empfohlen, nicht Kunststoff, sondern Kork als Füllmasse für den Boden zu verwenden. Der Zeitplan, die Sanierung noch in diesem Jahr abzuschließen, soll dennoch eingehalten werden. 250.000 Euro hat die Stadt bereits im Haushalt für die Stadionsanierung eingestellt. Insgesamt trägt die Stadt einen Anteil von 282.000 Euro an der Sanierung. Der Ausschuss hat einstimmig empfohlen die fehlenden 32.000 Euro außerplanmäßig bereitzustellen.

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