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Spenge 1.700 Musikfans bei Warmenau-Festival - „Von Weiden" macht Platz für andere

Etwa 1.700 Gäste sind beim Open-Air-Festival in Bardüttingdorf dabei

Eric Pielsticker
26.05.2019 | Stand 26.05.2019, 17:45 Uhr

Spenge. Zusammen mit seinen Freunden im Gras sitzen und die wunderschöne Atmosphäre aufsaugen. Musik vor der Hof- und Wiesenbühne genießen und dabei gemeinsam tanzen. Sich mit alten Freunden oder neuen Bekanntschaften unterhalten, während man kalte Getränke oder leckeres Essen zu sich nimmt. Das ist nur ein Teil, der verschiedenen Unterhaltungsmöglichkeiten beim Warmenau Open Air und deswegen kommt es jedes Jahr wieder gut bei den Besuchern an. Ab 16 Uhr kamen die etwa 1.700 Gäste zu Theos Tenne, um einen geselligen Abend zu verbringen, und sie sollten nicht enttäuscht werden. Die Vereine der Gemeinden Bardüttingdorf und Wallenbrück und die lokale Band „Von Weiden" bereiteten auch in diesem Jahr das Fest vor. Gefeiert wird bereits zum neunten Mal. Den musikalischen Startschuss gab in diesem Jahr die Band „Oder So!" auf der Wiesenbühne. Die Gruppe aus Bethel präsentierte den Besuchern Popmusik und sang dabei eigene Texte, die pure Lebenslust vermittelten. Bereits bei dem ersten Auftritt war der Bereich vor der Bühne schon gut gefüllt und das sollte auch so bleiben. Clown auf der Bühne Denn im Anschluss daran gab es für die zahlreichen Kinder einen Grund zur Freude, weil „Härr Georg" auf die Bühne kam. „In den vergangenen Jahren gab es für die Kinder auch immer eine Band, in diesem Jahr haben wir uns für einen Clown entschieden und ich denke, dass es gut angekommen ist", erklärt Henning Kreft von der Band „Von Weiden". Zusammen mit den Kindern, aber auch Erwachsenen alberte „Härr Georg" herum und sorgte für viel Spaß bei Jung und Alt. Natürlich bot auch in diesem Jahr die Evangelische Jugend das sehr beliebte Kinderschminken an und so waren auch viele „Schmetterlinge" und andere „Tiere" vor der Bühne zu sehen. Um 17 Uhr betraten dann die vier Musiker von Petty Things die Bühne. Und für Sebastian Brinkmann und Hardy Haufe war es sicherlich ein besonders schöner Moment, da auch sie – wie von Weiden – aus der unmittelbaren Umgebung kommen, nämlich aus Enger. Schon in der Schulzeit spielten die beiden zusammen und haben dann mit Bastian Ahlfänger und Simon Deregowski die Band gegründet. Seitdem spielen sie ihren Zuschauern eingängige Melodien, die auch beim Publikum des Warmenau Open Airs sehr gut ankamen. Um 20 Uhr war's dann so weit Anschließend zeigte die Band „Hopo Pongo" ihr musikalisches Talent. Die Gruppe aus Paderborn überzeugte mit genre-übergreifender Musik. Mal mit glücklichen, mal mit ernsten Tönen bewiesen sie ihre Vielseitigkeit. Die Zuschauer dankten es ihnen mit großem Beifall. Um 20 Uhr waren dann die Lokalmatadore dran: „Von Weiden" betrat die Bühne – zum ersten Mal allerdings die Wiesenbühne. Und auch die Uhrzeit war ungewohnt, denn in den Jahren zuvor hatten die Musiker immer den letzten Auftritt gehabt. „Wir wollten nicht den Eindruck entstehen lassen, dass die anderen Bands als Vorbands für uns gesehen werden. Wir wollen Platz machen für neue Headliner", begründet Henning Kreft die Entscheidung. „Sie sollen nicht in unserem Schatten stehen, das haben die Bands nicht verdient, denn wir finden sie auch richtig gut", fährt er fort. "Lion Sphere" zum Abschluss Doch von der veränderten Uhrzeit und Bühne ließen sich sowohl „Von Weiden" um Frontsängerin Greta Schwekendiek als auch das Publikum nicht beeinflussen. Die Band erzeugte wie in den Jahren zuvor wieder eine super Stimmung, die jeden mitriss, mitzusingen und mitzutanzen. Ob bei „Mofa", „Jägerblut" oder „Warmenau": Die Musiker zeigten, dass sie auch im neunten Jahr in Folge immer noch einen Heidenspaß an dem Warmenau Open Air haben. Den letzten Auftritt des Abends hatten „Lion Sphere", die moderne und unerwartete Songstrukturen boten, gepaart mit der rauchig schönen Stimme von Sänger Joel Montagud, und „The Dawn Brothers". Letztere zeigten mit Sounds aus den späten 60er und frühen 70er Jahren, dass sie die Rolle des Headliners mit Recht ausfüllen durften, weil es frisch und anders klingt. Um 0.30 Uhr war es dann mit den Bands vorbei, aber viele blieben noch länger und feierten weiter.

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