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Herbstmesse bei Nolte Küchen in Löhne
Marketingleiter Axel Brinkmann zeigt, dass die Küche immer ökologischer wird. Die Fronten dieser Küche sind textil und bestehen komplett aus recycelbaren Material. - © Susanne Barth
Herbstmesse bei Nolte Küchen in Löhne
Marketingleiter Axel Brinkmann zeigt, dass die Küche immer ökologischer wird. Die Fronten dieser Küche sind textil und bestehen komplett aus recycelbaren Material. | © Susanne Barth

Löhne Nolte baut jetzt Öko-Küchen

Das Familienunternehmen aus Löhne stellt an zwei Standorten Küchen im Baukastenprinzip her, die immer stärker mit dem Wohnraum verschmelzen. Erstes und zweites Quartal im Jahr sind besonders stark

Susanne Barth
19.09.2018 | Stand 18.09.2018, 18:17 Uhr

Löhne. Echtmaterial versus authentische Reproduktion: „Wir reden endlich über Geschmack unabhängig vom Geldbeutel", sagt Axel Brinkmann. 2016 brachte Nolte Küchen Möbel in Echtzement auf den Markt, ein Jahr später lag der Fokus auf Echtmetall, jetzt ist es Echtholz. „Holz gefällt den Menschen und soll kein Nischenthema mehr sein", sagt Axel Brinkmann. Der Marketingleiter des Löhner Unternehmens führt zur Herbstmesse durch die neue Ausstellung und zeigt, wie glänzend sich Reproduktionen neben den Echtmaterialien einfügen. Nolte Küchen möchte Wunschküchen zum realen Lebensraum werden lassen. „Es liegt in unserer Verantwortung, dass wir nicht nur schöne Dinge schaffen, sondern auch welche, die man verkauft bekommt", sagt Brinkmann. Die Küchen sind in sechs verschiedenen Preiskategorien eingeordnet. „Geschmack ist bei uns keine Frage des Budgets", sagt Brinkmann und geht auf eine Küche in der Trendfarbe Grau zu, streicht über die Oberfläche: „Das sieht aus wie geflämmtes Holz, ist aber die Reproduktion." 100 Mitarbeiter in 12 Monaten eingestellt Nolte Küchen wächst. „13.000 Schränke produzieren wir täglich", sagt Geschäftsführer Eckhard Wefing. In Spitzenzeiten arbeiten die Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb – auch am Wochenende. Das schöne Sommerwetter habe das Unternehmen gemerkt, „doch die Auftragslage zieht wieder an. Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung", so Brinkmann. Das macht sich beim Familienunternehmen auch an der Mitarbeiterzahl bemerkbar: „Wir haben 100 neue Leute in den vergangenen zwölf Monaten eingestellt", sagt Wefing. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in seine Standorte. „In Melle haben wir eine neue Halle in Betrieb genommen." Ostwestfalen-Lippe ist der Schwerpunkt der Branche. „Hier schlägt das Herz der Küchen", sagt Geschäftsführer Manfred Wippermann inmitten der Nolte-Neuheiten. Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, doch der Exportanteil schraubt sich immer weiter in die Höhe. „Die deutsche Küche ist ein Qualitätsprodukt im Ausland", sagt Wippermann, der Frankreich, England und Spanien als wichtigen Markt im Blick behält. Dafür ist Manfred van Ginkel zuständig, der seit August der Leiter Export für Westeuropa und Amerika ist. „Die Marke ist heiß", sagt van Ginkel, der den Überblick über 15 Länder behält. Dabei steht für Nolte auch Asien im Fokus. Wippermann: „Das wird ein Zukunftsmarkt sein." "Hier musste kein Baum für gefällt werden" Ebenso wie der Umweltschutz, den Nolte als Thema angefasst hat. „Das fühlt sich nicht nur gut an, man hat auch ein gutes Gewissen", sagt Axel Brinkmann und zeigt auf das Programm Vida mit seiner textilen Oberfläche. Die neue Front ist aus recycelten Materialien hergestellt – von der Spanplatte bis zum Dekorpapier. „Die Oberfläche ist aus Altpapier", berichtet der Marketingleiter. „Hier musste kein Baum für gefällt werden." Deutlich wird beim Rundgang durch die neue Ausstellung, dass die Wohnräume immer mehr miteinander verschmelzen. Gedeckte Farben stützen die Eleganz, Beleuchtung spielt eine große Rolle und offene Regale sowie Glasvitrinen unterstützen die Leichtigkeit. Die Küche wird zum Wohnraum, soll atmosphärisch und vor allem individuell sein. „Wir können mit den Materialen spielen und bekommen so immer einen anderen Look", sagt Brinkmann und weiter: „Wir als Hersteller wissen um die Möglichkeiten, der Handel muss den Kunden diese aufzeigen, wir geben ihm dafür die passenden Produkte an die Hand."

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