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Neue Perspektiven: Soman (links) und Leo sind konzentriert bei der Sache. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern waren sie einen ganzen Tag in der Gemeinde unterwegs und haben Orte gesehen, die sie vorher nicht kannten. Sämtliche Eindrücke dokumentierten sie in Bildern. - © Yvonne Gottschlich
Neue Perspektiven: Soman (links) und Leo sind konzentriert bei der Sache. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern waren sie einen ganzen Tag in der Gemeinde unterwegs und haben Orte gesehen, die sie vorher nicht kannten. Sämtliche Eindrücke dokumentierten sie in Bildern. | © Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen Hiddenhauser Schüler erkunden per App die Gemeinde

Medienkompetenz: Bei den Ferienspielen der Gemeindebücherei haben Kinder jetzt gelernt, wie sie mit Bildern ihre Umgebung entdecken und abbilden können. Eine spannende Idee zwischen Natur und Technik

Yvonne Gottschlich
16.08.2018 | Stand 15.08.2018, 16:59 Uhr

Hiddenhausen. Beim Kulturrucksack-Workshop „Hidden(hausen) Places go #stadtsache" von der Gemeindebücherei entdeckten junge Menschen jetzt mit dem Fahrrad ihre Umgebung. Als vom Land gefördertes Kulturrucksack-Angebot fuhren Jessica Wawrzyniak und Lisa Husemöller von femina vita, Mädchenhaus Herford, mit den Kindern los. Zuvor gab es in der Bücherei die Einführung in die Technik. Von dem Ortsnamen Hiddenhausen blieb im Kursnamen schließlich nur das Wort „hidden" übrig, das englische Wort für „versteckt". „Gemeint sind damit Orte und Details, die nicht sofort auffallen", sagte Wawrzyniak. Die Kinder waren zu diesem Zweck mit Fahrrädern unterwegs und dokumentierten ihre Beobachtungen mit den Kameras von Tablet-Computern. Mit den Geräten wurden die Bilder später auch bearbeitet und in der App #stadtsache hochgeladen. „Die Kinder sollen nicht nur knipsen. Wir zeigen ihnen spielerisch die Funktionen und schulen ihr Auge", so Lisa Husemöller. Nachdem das Team die Wolken auf dem Wetterradar verfolgt hatte, ging es mit dem Fahrrad durch die Gemeinde. Immer wieder gab es Zwischenstopps, um Bilder von der Gegend zu machen. Ob am Franzosengrab, auf Gut Bustedt oder an der Kulturwerkstatt – überall waren Details zu entdecken. „Ich habe einen Schmetterling auf einer Blüte erwischt, ich konnte ganz nah herangehen", berichtete Teilnehmerin Leo stolz. „Die Experimente machen Spaß", war sie zufrieden und probierte immer Neues aus. Die Kinder experimentierten mit den Farben der Umwelt Die Kinder experimentierten mit den Farben der Umwelt, aber auch mit den verschiedenen Perspektiven. Am Spielplatz galt es, alle roten Gegenstände zu dokumentieren. Sosan war begeistert: „Ich mache sonst viele Bilder mit dem Handy, aber hier machen wir ganz andere Fotos", erzählte sie. „Und wir bearbeiten sie und basteln Collagen", sagte Sosan weiter. „Ich habe ein Bild gemacht, das sieht aus, als wäre der Baum schwanger", berichtete Soman. Einige Teilnehmer hatten Glück und erwischten einen Hasen, der über eine Wiese lief. Andere kletterten auf Bäume, um Bilder aus der Vogelperspektive aufzunehmen. Wieder andere Kinder lagen im Gras und nahmen Kastanien auf, die von den Bäumen gefallen waren. „Hier war ich noch nie", sagte Janina beim Zwischenstopp am Franzosengrab. Denise entdeckte am Gut Bustedt viele neue Blickwinkel und hatte vor allem mit den Bildern am Wasser ihren Spaß. Zurück in der Bücherei wurden die Bilder ausgewählt, bearbeitet und in die App geladen. „Wir hoffen, dass die Kinder jetzt mit anderen Augen durch ihr Dorf gehen und viele interessante Stellen entdecken", fasste Jessica Wawrzyniak den achtstündigen Workshop zusammen.

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