Sara M. möchte unerkannt bleiben. Die Jesidin leidet unter dem Ruf aus der Moschee. - © Symbolbild: Pixabay
Sara M. möchte unerkannt bleiben. Die Jesidin leidet unter dem Ruf aus der Moschee. | © Symbolbild: Pixabay

NW Plus Logo Herford Panik vor dem Muezzin-Ruf: Deshalb fällt eine Frau regelmäßig in Ohnmacht

IS-Kämpfer hielten die 19-Jährige im Irak gefangen. Die Erlebnisse hat die traumatisierte Jesidin noch nicht verarbeitet. So weckt die Moschee bei der Herforderin schlimme Erinnerungen.

Ilja Regier

Herford. An Freitagen tauchen bei ihr die brutalen Bilder wieder auf – von abgetrennten Körperteilen und schweren Misshandlungen. Denn dann erklingt seit März der Ruf "Allahu Akbar" aus der benachbarten Ditib-Moschee an der Bielefelder Straße. Seitdem kippt Sara M. häufiger um, die traumatisierte Jesidin verbindet diesen Ruf (Deutsch: "Allah ist der Allergrößte") mit islamistischen Terroristen. Sie riefen ihn im Irak, bevor sie Menschen die Häupter abtrennten, Frauen misshandelten und vergewaltigten. IS-Kämpfer hielten auch Sara M. gefangen. Die Flucht nach Deutschland befreite sie von ihren Fesseln, aber die Narben verheilten bis heute nicht.

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